Personalien

Foto: KNA | Weihbischof Josef Graf.
Foto: KNA | Weihbischof Josef Graf.

Josef Graf (57) (Foto: KNA) hat am Sonntag in Regensburg von Bischof Rudolf Voderholzer die Bischofweihe empfangen. Der langjährige Spiritual des örtlichen Priesterseminars Sankt Wolfgang wurde im April von Papst Franziskus zum Weihbischof der Diözese ernannt. Das Bistum Regensburg, zu dem gut 1, 2 Millionen Katholiken gehören, ist die flächenmäßig größte bayerische Diözese. Das Bistum hatte von 1972 bis 2001 zwei Weihbischöfe, von 2004 bis 2007 gar keinen. Seitdem ist Reinhard Pappenberger Weihbischof in Regensburg. Graf wurde am 30. Juni 1957 im niederbayerischen Riedenburg (Landkreis Kelheim) geboren und wuchs im nahe gelegenen Pondorf auf. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Regensburg und Rom, wo er 1983 zum Priester geweiht wurde. Nach einer Tätigkeit als Kaplan in Regensburg ging Graf erneut nach Rom, wo er 1990 mit einer Arbeit über die Theologie von Gottlieb Söhngen (1892–1971), einem Lehrer von Joseph Ratzinger, promoviert wurde. 1989 wurde er Spiritual des Regensburger Priesterseminars, also geistlicher Begleiter der Priesterkandidaten. Darüber hinaus übernahm er eine Reihe von Nebentätigkeiten in der Seelsorge. Als Wahlspruch hat sich Graf „Ut essent cum illo“ (Damit sie bei ihm – Jesus Christus – sind) aus dem Markus-Evangelium gewählt. Künftig soll er als Bischofsvikar für die Priesterseelsorge eingesetzt werden. Aufgabe eines Weihbischofs ist es, den Ortsbischof in der Leitung der Diözese und im seelsorgerlichen Dienst zu unterstützen. Jeder Weihbischof erhält ein nicht mehr existierendes Bistum als sogenannte Titulardiözese zugesprochen. Bei Graf ist dies Inis Cathaig in Irland.

Papst Franziskus hat einen obersten Rechnungsprüfer für die Kirchenfinanzen benannt. Nach einer Mitteilung vom Freitag berief er Libero Milone (66) in das Amt. Er hatte über Jahre Führungspositionen bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte inne, darunter als Vorstandsvorsitzender von 2003 bis 2007 bei Deloitte & Touche Italien. Milone hat die Aufgabe, die Finanzen der vatikanischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und des Vatikanstaats zu kontrollieren. Bislang wurden die Arbeiten im Rahmen der Tätigkeit der Wirtschaftspräfektur erledigt. Papst Franziskus hatte das Amt des Rechnungsprüfers im Zuge seiner Neuordnung der Finanzverwaltung im Februar 2014 neu geschaffen, aber noch nicht besetzt. Leiter des neuen Wirtschaftsrats mit Richtlinienkompetenz ist seit März 2014 der Münchener Kardinal Reinhard Marx; das stärker operativ ausgerichtete Wirtschaftssekretariat wird von dem australischen Kardinal George Pell geleitet.

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