Personalien

Jaime Ortega y Alamino (76), kubanischer Kardinal, hat die Universitätsmedaille der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) erhalten. KU-Präsident Richard Schenk überreichte ihm die Auszeichnung im Rahmen der Kuba-Tagung an der Hochschule, wie die Bischöfliche Pressestelle am Donnerstag in Eichstätt mitteilte. Ortega hatte in den vergangenen Jahren in Gesprächen mit der Regierung von Präsident Raul Castro die Freilassung von vielen inhaftierten Regimekritikern erreicht.

Der italienische Kardinal Renato Raffaele Martino hat am Freitag sein 80. Lebensjahr vollendet. Martino leitete von 2002 bis 2009 den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden und war einer der profiliertesten kirchlichen Anwälte der katholischen Soziallehre und der Menschenrechte. Unter seiner Federführung veröffentlichte der Vatikan 2004 ein Kompendium der katholischen Soziallehre. Zuvor hatte der Italiener 16 Jahre den Heiligen Stuhl als Beobachter bei den Vereinten Nationen in New York vertreten. Johannes Paul II. berief Martino 2003 ins Kardinalskollegium. Mit Vollendung des 80. Lebensjahres scheidet Martino aus dem Kreis der Papstwähler aus.

Der neue Vatikanbotschafter in Israel, Erzbischof Giuseppe Lazzarotto (70), hat am Donnerstag seinen Dienst angetreten. Termine für die Antrittsbesuche bei der Regierung Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde stehen nach Angaben der Nuntiatur noch nicht fest. Lazzarotto ist mit amtlichem Titel Apostolischer Nuntius in Israel und Zypern sowie Apostolischer Delegat in Jerusalem und Palästina. Der Norditaliener, zuvor Botschafter des Heiligen Stuhls in Australien, war im August von Papst Benedikt XVI. auf den neuen Posten berufen worden. Die Aufgabe gilt als besonders delikat. Zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl bestehen seit 1993 volle diplomatische Beziehungen. Seit mehr als 15 Jahren verhandeln beide Seiten über ein Abkommen zur Klärung bislang noch offener rechtlicher und finanzieller Fragen. Lazzarotto war schon zu Anfang seiner Diplomatenlaufbahn in Jerusalem tätig. Im Jahr 1994 wurde er zum ersten päpstlichen Botschafter in Jordanien ernannt. Daneben leitete er die vatikanische Vertretung im Irak. Von 2000 bis 2007 war Lazzarotto Apostolischer Nuntius in Irland, bevor er nach Australien wechselte. In seiner Eigenschaft als Nuntius in Israel residiert Lazzarotto in Jaffa; Amtssitz für ihn als Delegat bei den Palästinensern ist Jerusalem.

Franz Grave, emeritierter Weihbischof des Bistums Essen, wird am Sonntag 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass feiert Bischof Franz-Josef Overbeck mit dem Jubilar um 15.00 Uhr einen Gottesdienst im Essener Dom, wie die Diözese am Donnerstag bekanntgab. Grave war von 1988 bis 2008 als Weihbischof tätig und leitete von 1991 bis zu seiner Emeritierung das bischöfliche Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat. Er ist heute als Seelsorger in der Mülheimer Gemeinde St. Mariae Geburt tätig. Grave, der 1932 als Sohn eines Handwerkers geboren wurde, empfing 1959 vom damaligen Ruhrbischof Franz Hengsbach die Priesterweihe. Nach Stationen als Kaplan und Religionslehrer in Duisburg wirkte er als Diözesanpräses für das Kolpingwerk und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). 1970 übernahm er die Leitung des Seelsorgeamtes im Bischöflichen Generalvikariat. 1988 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Weihbischof in Essen. Vier Jahre später wählte die Deutsche Bischofskonferenz Grave zum Adveniat-Bischof. 2008 wurde er emeritiert. Der Weihbischof gilt als engagierter Streiter für die katholische Soziallehre.

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