Personalien

Der Rotterdamer Erzbischof und Vorsitzende der niederländischen Bischofskonferenz, Adrianus van Luyn, hat sein Amt niedergelegt. Wie der Vatikan am Freitag mitteilte, nahm Papst Benedikt XVI. den Rücktritt aus Altersgründen an. Van Luyn war am 10. August vergangenen Jahres 75 Jahre alt geworden. Seit 1999 war van Luyn in der Leitung der EU-Bischofskommission COMECE tätig, zunächst als Vizepräsident, von 2006 bis 2009 als Präsident. Der am 10. August 1935 in Groningen geborene van Luyn gehört dem Salesianer-Orden an. 1993 wurde er zum Bischof von Rotterdam ernannt.

Felix Gmür (44) ist mit seiner Bischofsweihe durch seinen Amtsvorgänger, den heutigen Kurienkardinal Kurt Koch (60), als neuer Bischof von Basel in der Schweiz eingeführt worden. Der Gottesdienst am Sonntag musste in eine Kirche nach Olten verlegt werden, nachdem die Bischofskirche in Solothurn Anfang des Monats durch eine Brandstiftung schwer beschädigt worden war. Gmür, am 7. Juni 1966 in Luzern geboren, studierte von 1986 bis 1997 Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte in München, Paris und Freiburg/Schweiz. Mit einer Arbeit über Ludwig Wittgensteins Ästhetik wurde er 1997 promoviert. Am 30. Mai 1999 erhielt er in Luzern die Priesterweihe. Von 2001 bis 2004 absolvierte er weitere bibelwissenschaftliche Studien an der Gregoriana-Universität in Rom. In den zurückliegenden vier Jahren wirkte Gmür als Generalsekretär der Schweizerischen Bischofskonferenz. Mit Basel, das knapp 1, 1 Millionen Katholiken zählt, leitet Gmür die größte katholische Diözese in der Schweiz. Ihm zur Seite stehen die beiden Weihbischöfe Martin Gächter (71) und Denis Theurillat (60). Die heutige Diözese Basel wurde im Jahr 1971 mit der Ausgliederung des Bistums Lugano errichtet. Die Anfänge des Bistums gehen auf das Jahr 740 zurück, seit 1888 bestand es als Diözese Basel-Lugano.

Der Schweizer Mikrobiologe und Nobelpreisträger Werner Aber ist am Samstag von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. Er wird Nachfolger des italienischen Physikers Nicola Cabibbo, der im vergangenen August im Alter von 75 Jahren gestorben war. Der aus Gränichen stammende 81-jährige Aber hat 1978 den Medizin-Nobelpreis erhalten. Er ist Protestant und gehört der Vatikan-Akademie seit 1981 an. Bis zu seiner Pensionierung 1998 war er Professor für Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Basel. Die Akademie der Wissenschaften ist ein Beratergremium für den Papst und den Vatikan zu Fragen der aktuellen Forschung. Die Akademie und ihre Mitglieder sprechen und publizieren jedoch nicht im Auftrag oder ihm Namen des Vatikan. Ihr gehören mehr als 80 international renommierte Wissenschaftler aller Sparten als ordentliche Mitglieder an; unter ihnen sind auch Nichtkatholiken.

Ernst Rupprecht, Eichstätter Domkapitular im Ruhestand, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle am Freitag mit. Der Geistliche war 13 Jahre lang Dompfarrer in Eichstätt, 15 Jahre Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands und 24 Jahre Seelsorger in Nürnberg. 2000 war ihm der Ehrentitel eines Päpstlichen Ehrenprälaten verliehen worden. Der 1926 in Tartsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz geborene Rupprecht empfing 1953 die Priesterweihe. Sieben Jahre danach übernahm er die Seelsorgestelle im Neubaugebiet Nürnberg-Langwasser, die später zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit erhoben wurde und deren Aufbau er maßgeblich förderte. Dem Dekanat Nürnberg-Süd stand Rupprecht von 1970 bis 1984 als Dekan vor. 1984 berief ihn Bischof Karl Braun als Dompfarrer und Domkapitular nach Eichstätt. Von 1986 bis 2001 war Ernst Rupprecht außerdem erster Vorsitzender des diözesanen Caritasverbands. Für seine Verdienste erhielt er 1996 das Goldene Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes. Am kirchlichen Ehegericht der Diözese Eichstätt wirkte der Priester von 1989 bis 2004 als Diözesanrichter. 1997 trat Rupprecht in den Ruhestand. Seit 2008 lebte er in Neumarkt.

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18.09.2021, 19 Uhr
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