Patriarch: Europa muss sich stärker engagieren

Jerusalem (DT/KNA) Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, fordert Europa zu einem verstärkten Engagement im Nahost-Friedensprozess auf. Die europäischen Staaten sollten mehr politisches Gewicht in den Prozess einbringen, der derzeit ein Monopol der USA sei, sagte Twal am Dienstag bei der Vorstellung seiner Weihnachtsbotschaft in Jerusalem. Deutliche Kritik übte Twal am israelischen Siedlungsbau. „Wir werden niemals unseren Segen zum Siedlungsbau geben“, sagte Twal vor Journalisten. Die Christen im Heiligen Land litten sehr unter dem Scheitern der direkten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern: „Aber wir halten an dem Glauben fest, dass es Menschen guten Willens in beiden Konfliktparteien gibt.“ Twal führte aus, die Unterstützung, die Europa finanziell leiste, müsse auch auf politischer Ebene gewichtiger werden. Positiv beurteilte der Patriarch Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit den israelischen Behörden. Die Visa-Problematik habe sich verbessert. Die Auswanderung einheimischer Christen sei insgesamt zurückgegangen. Twal rief die Christen im Heiligen Land auf, trotz schwieriger Umstände „ihr Kreuz zu tragen“ und zu bleiben.

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