Patriarch: Christen in Syrien fühlen verlassen

Köln (KNA) Die Christen im Nahen Osten fühlen sich nach den Worten des Patriarchen der syrisch-katholischen Kirche im Vorderen Orient, Ignatius Ephrem, von der westlichen Welt verlassen. Der Bischof appellierte am Mittwoch im Deutschlandfunk an die Europäische Union und die westliche Welt, die eigenen Werte ernst zu nehmen und konsequent für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit im Nahen Osten einzutreten. „Für uns Christen ist das eine Überlebensfrage“, sagte er. Auch in Ländern mit muslimischer Mehrheit müsse die Religionsfreiheit und die Gleichberechtigung aller Bürger durchgesetzt werden. Mit Blick auf die Haltung der Christen zum Assad-Regime sagte der Patriarch, die Christen seien weder auf der Seite des Präsidenten und seiner Familie noch auf der Seite der Revolutionäre. Es sei aber eine Utopie zu glauben, nach dem Sturz Assads werde alles besser. Richtig sei, dass Syrien Reformen und mehr Pluralismus brauche. „Aber mit dieser Gewalt werden wir Bürgerkrieg erreichen.“

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