Jubiläum: 600 Jahre Konstanzer Konzil

Konstanz (DT/KNA) Die Feiern, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen zum 600-Jahr-Jubiläum des Konstanzer Konzils (1414–1418) rücken näher. Den Auftakt bildet am 27. April ein ökumenischer Festgottesdienst im Konstanzer Münster mit anschließendem Festakt mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Am gleichen Tag wird am Originalschauplatz des Geschehens – dem Konstanzer Konzilsgebäude – eine große Sonderausstellung zum Konzil mit 350 Exponaten aus Museen aus ganz Europa eröffnet. Gezeigt werden kostbare Handschriften, religiöse Kunstwerke und Gegenstände des damaligen Alltagslebens: vom kostbaren Bischofsstab des vom Konzil abgesetzten Papstes über die älteste, erhaltene Handschrift der Richental-Konzilschronik bis zu einer Weltkarte des 15. Jahrhunderts aus den Vatikanischen Museen. „Wir beleuchten mit der Ausstellung die Geschichte und Bedeutung des bis dahin größten und wichtigsten Versammlungsereignisses des Abendlandes“, sagte der Direktor des Badischen Landesmuseums, Harald Siebenmorgen, am Dienstag vor Journalisten in Karlsruhe. Beim Konzil sei nicht nur Kirchen-, sondern auch europäische Politikgeschichte geschrieben worden. „Hier trafen die Mächtigen der Zeit zusammen, hier entwickelte sich ein bedeutender multikultureller Austausch.“ Kuratorin Karin Stober betonte, die Ausstellung mache auch den Alltag in der damaligen Kleinstadt Konstanz als Gastgeberin des Weltereignisses Konzil erlebbar. Baden-Württemberg, Konstanz und die beiden großen Kirchen wollen bis zum Jahr 2018 – parallel zur Sitzungsdauer des Konzils – mit Ausstellungen, Konzerten, Theateraufführungen, Gottesdiensten und wissenschaftlichen Tagungen an das Konzil erinnern.

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