Gründerin des Klosters Helfta feierlich beigesetzt

Magdeburg (DT/KNA) Die verstorbene Priorin des Zisterzienserinnen-Klosters Helfta in Sachsen-Anhalt, Assumpta Schenkl (84), ist am Freitag dort feierlich beigesetzt worden. Sie war eine Woche zuvor nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige sagte, die Alt-Äbtissin des Klosters Seligenthal werde dem Bistum Magdeburg immer in Erinnerung bleiben. Ohne sie wäre das Kloster Helfta „so wie es sich heute darstellt, nicht möglich gewesen“. Noch im Alter von 74 Jahren sei aus Bayern aufgebrochen, „um in unserem Gebiet Neues zu wagen“. Geistvoll, mutig und voller Elan habe sie dem christlichen Glauben in Helfta ein unverwechselbares Gesicht gegeben. Sie habe zahllose Menschen immer wieder mit ihrem großen Gottvertrauen im guten Sinne angesteckt. Vor zehn Jahren zog Schenkl mit sieben weiteren Zisterzienserinnen aus Seligenthal bei Landshut und anderen Konventen nach Helfta, um das 1525 während des Bauernkriegs untergegangene Kloster wieder zu besiedeln. In seiner Blütezeit war es ein Zentrum mittelalterlicher Frauenmystik. In den vergangenen Jahren entwickelte sich Helfta unter Schenkls Leitung wieder zu einer spirituellen Stätte mit bundesweiter Ausstrahlung. Es zählt zu den bedeutendsten Ordensinitiativen in den neuen Bundesländern. Für ihre Verdienste um den Wiederaufbau erhielt Schenkl 2008 den Romanikpreis des Tourismusverbands Sachsen-Anhalt.

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