EKBO will Homosexuelle kirchlich trauen

Berlin (DT/KNA) Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) plant auf ihrer Frühjahrssynode, die am 8. und 9. April in Berlin stattfindet, die Einführung von Traugottesdiensten für gleichgeschlechtliche Paare. Wie der Stellvertreter von Bischof Markus Dröge in der Kirchenleitung, Propst Christian Stäblein, der „Lausitzer Rundschau“ (Samstag) sagte, wolle man „gleichstellen, was wir gleichstellen können: Den Segenszuspruch für Menschen, die ihr Leben als Paar dauerhaft, verlässlich und in Verantwortung unter Gottes Segen stellen wollen – unabhängig davon, welchen Geschlechts sie sind“. Demnach sollen Traugottesdienste künftig in die Kirchenbücher eingetragen werden. Es soll im Gottesdienst einen Ringtausch und eine Traufrage geben. „In seinem Ablauf wird der Gottesdienst so aussehen, wie ein Gottesdienst zur Eheschließung zwischen Mann und Frau“, sagte Stäblein. Innerkirchlich ist die geplante Neuregelung umstritten. Gut zwanzig Kirchengemeinden aus Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz haben beantragt, den Antrag der Kirchenleitung wieder von der Tagesordnung zu nehmen. Die EKBO plant Stäblein zufolge, für solche Gemeinden eine zunächst auf fünf Jahre befristete Ausnahmeregelung. Gemeinden könnten demnach entsprechende Traugottesdienste ablehnen. Dann müsste die Landeskirche für Paare eine Ausweichgemeinde finden.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann