Debatte über Zölibat

Erzbischof Schick: Künftig mehr verheiratete Priester vorstellbar

Bamberg (DT/KNA) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich zur Zölibatspflicht für Priester der katholischen Kirche geäußert. Der Zölibat sei trotz Priestermangels für die Kirche wichtig, unterstrich Schick in einem Interview mit dem „Fränkischen Tag“ (Wochenendausgabe) in Bamberg. „Wir brauchen in der Kirche immer eine genügende Zahl an unverheirateten Priestern, die in den Pfarreien wirken.“ Nur so könne Kirche über diese Welt hinausweisen und die Transzendenz des Glaubens glaubhaft verkörpern. „Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es in Zukunft mehr verheiratete Priester in der katholischen Kirche geben wird als das bisher der Fall ist“, fügte er hinzu. Schick unterstrich, im Interesse der Glaubwürdigkeit von Kirche sei es jedoch wichtig, „dass diejenigen, die ein zölibatäres Leben zu führen gelobt haben, dieses priesterliche Versprechen auch einhalten“. Dies gelte gleichermaßen für das Eheversprechen.

Die Debatte um eine Änderung des Zölibats war in diesen Tagen in Süddeutschland erneut durch einen Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ (15. Juli) über einen Brief des Freundeskreises Münchner Pfarrer an Erzbischof Reinhard Marx aufgekommen. Nach Angaben der Zeitung regten die Geistlichen mit Blick auf die Zukunftsplanung der Erzdiözese an, über die Aufhebung der Verbindung von Priesteramt und Zölibat nachzudenken.

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