Christen in Nazareth demonstrieren

Jerusalem (DT/KAP/KNA) Dutzende Christen in Nazareth haben am Wochenende erneut gegen den Verkauf von Kirchenland durch den griechisch-orthodoxen Patriarchen Theophilos III. demonstriert. Sie forderten die Annullierung bereits getätigter Verkäufe sowie die Absetzung des Patriarchen, wie die Tageszeitung „Haaretz“ berichtet. Der Verkauf von Kirchenland in großem Stil gefährde die arabisch-christliche Präsenz in Jerusalem und Israel und sei gegen die nationalen Interessen aller arabischer Israelis, so die Demonstranten. Laut dem Bericht nahmen auch arabische Parlamentsabgeordnete an den Kundgebungen teil, darunter der Vorsitzende der Vereinten Liste, Ayman Odeh. Die Proteste gegen den Verkauf von Kirchenland an jüdische Investoren halten an, seit die israelische Finanzzeitung „Calcalist“ Ende Juni Details eines Landverkaufs in Westjerusalem bekannt machte. Palästinensische Christen fordern seither die Absetzung und den Boykott des Patriarchen Theophilos III. Unter anderem reichten Christen aus dem Westjordanland Strafantrag gegen den Patriarchen bei der palästinensischen Staatsanwaltschaft ein. Sie werfen ihm vor, mit dem Verkauf von Kircheneigentum „an den Feind“ Landesverrat begangen zu haben. Auch die palästinensische Regierung und Jordanien, das für den Schutz christlicher und muslimischer Heiliger Stätten in Jerusalem verantwortlich zeichnet, verurteilten den Verkauf.

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