Christen fordern Einsatz für Flüchtlinge an Grenze

Berlin (DT/KNA) Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland haben zu mehr europäischer Hilfe für Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze aufgerufen. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick nannte am Karsamstag ein Entschärfen der Lage dringend notwendig. Das Flüchtlingscamp in Idomeni dürfe nicht dieser „Krisenherd“ bleiben, sagte Schick dem Sender TVO. Diese Aufgabe dürfe aber nicht an Griechenland und den umliegenden Staaten hängen bleiben. „Ganz Europa muss sich um Idomeni kümmern“, so Schick. Europa stecke in einer Krise. „Aber wir hoffen doch, dass diese Krise auch wieder vorübergeht“, bekräftigte Schick. Wenn einzelne Staaten derzeit ihre Grenzen schlössen, sei das eine momentane Situation. Diese dürfe jedoch nicht anhalten. Die Menschen seien aus Not wegen der Kriege und Konflikte in ihrer Heimat auf der Flucht. „Wir müssen alles tun, dass diese Kriege beendet werden“, betonte Schick. Deutschland sei mit seiner Hilfe noch nicht an der Belastungsgrenze angekommen. „Wir sind weder was die Finanzen angeht am Ende, noch was die humanen Ressourcen angeht“, sagte der Bamberger Erzbischof. Zugleich müsse ganz Europa in der Flüchtlingskrise mithelfen. Deutschland könne die Verantwortung nicht alleine tragen.

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