Belgien: Streit um Umgang mit Missbrauch

Brüssel (DT/KNA) In der belgischen Bischofskonferenz ist offener Streit über den angemessenen Umgang mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche ausgebrochen. Laut Medienberichten vom Mittwoch verwahrten sich mehrere belgische Bischöfe gegen Kritik ihres Amtskollegen Guy Harpigny von Tournai. Der für die Untersuchung von Missbrauchsvorwürfen zuständige Bischof hatte am Dienstag erklärt, eine Pressekonferenz der Bischöfe am Vortag sei eine „verpasste Chance“ für ein Schuldeingeständnis gewesen. Der Zeitung „De Standaard“ sagte Bischofskonferenz-Sprecher Jürgen Mettepenningen, der Vorsitzende, Erzbischof Andre-Joseph Leonard, teile Harpignys Auffassungen nicht. Vor einem Schuldeingeständnis müsse die Kirche in ihren Taten zeigen, dass sie glaubwürdig sei. Bischof Johan Bonny von Antwerpen erklärte, bereits im Mai hätten die Bischöfe in einem Hirtenbrief geäußert, dass sie in der Vergangenheit Fehler begangen haben und dafür die Verantwortung zu übernehmen bereit seien.

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