Ausstellung des Turiner Grabtuchs beendet

Turin (DT/KNA) Mit einem feierlichen Schlussgottesdienst und einer Botschaft von Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagnachmittag in Turin die Ausstellung des Grabtuchs Jesu zuende gegangen. Er sei sehr bewegt über seinen Besuch am 2. Mai, als er vor dem Leinentuch gebetet und meditiert habe, unterstrich der Papst in seiner bei der Messe verlesenen Botschaft an Turins Kardinal Severino Poletto. Während der 44-tägigen Ausstellung waren über 2,1 Millionen Pilger in die norditalienische Industriemetropole gekommen.

Am Schlusstag gehörte auch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zu den Besuchern der Ausstellung. In das 4, 37 Meter lange und 1, 11 Meter breite Leinentuch, das seit dem 10. April in der Kathedrale von Turin ausgestellt war, wurde der Überlieferung zufolge der Leichnam Jesu nach der Kreuzigung gehüllt. Es zeigt das Abbild eines bärtigen Mannes und weist viele Spuren der in der Bibel beschriebenen Kreuzigung und der Folterungen auf. Die Wissenschaft hat noch kein endgültiges Urteil über die Echtheit der Reliquie gefällt. Von den 2 113 128 Besuchern kamen die meisten aus Italien, über 620 000 allein aus der Provinz Turin, gefolgt von Mailand und Rom. 130 000 Ausländer ließen sich registrieren, vor allem aus den Nachbarländern, aber auch aus fernen Ländern wie Sri Lanka, Malaysia oder Australien, schreibt die katholische Tageszeitung „Avvenire“ am Montag. Die kirchlichen und städtischen Organisatoren von Turin äußerten sich zufrieden über den Verlauf der Ausstellung und die Bewältigung des Massenandrangs. Immerhin seien doppelt soviel Besucher wie zu den Olympischen Winterspielen 2006 gekommen. In Zukunft werde das Grabtuch nur bei wenigen kurzen Ausstellungen öffentlich gezeigt, erklärte Poletto bei einer Bilanzpressekonferenz am Wochenende. Eine Dauerausstellung, wie gefordert, komme mit Rücksicht auf das empfindliche Material des Leinentuches nicht infrage.

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