Zollitsch sieht Chancen für Verkündigung

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sieht im gesellschaftlichen Wandel eine Chance für die christliche Glaubensverkündigung. Statt Traditionen zu übernehmen, müsse jeder eigene Entscheidungen treffen, sagte Zollitsch vor der im Vatikan tagenden Bischofssynode. Das „innerste Verlangen“ des Menschen nach Sinn sei auch in der Gegenwart nicht abgestorben. Neuevangelisierung müsse heißen, „den Menschen zu helfen, diese Wasseradern des Glaubens freizulegen“, sagte der Freiburger Erzbischof dem am Dienstag veröffentlichten Redeskript zufolge. Seit einer Woche beraten im Vatikan gut 260 Bischöfe und 140 Fachleute und Beobachter über das Thema „Die neue Evangelisierung für eine Weitergabe des christlichen Glaubens“. Zollitsch nimmt zusammen mit den Bischöfen von Osnabrück und Limburg, Franz-Josef Bode und Franz-Peter Tebartz-van Elst als Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz an der Synode teil. Als weiterer deutscher Synodenvater wurde der Kölner Kardinal Joachim Meisner von Papst Benedikt XVI. persönlich berufen.