ZdK sucht neuen Präsidenten

CDU-Politiker Kues und Brockmann erklären sich bereit

Hannover (DT/KNA) Als Nachfolger von Hans Joachim Meyer an der Spitze des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) stehen nach einem Medienbericht zwei CDU-Politiker zur Verfügung. Sowohl Hermann Kues, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, als auch Heinz-Wilhelm Brockmann, seit 6. Februar hessischer Kulturstaatssekretär, hätten ihre Bereitschaft zur Präsidentschaft bekundet, schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung (Montag).

„Ich bin gefragt worden, und ich stehe für eine Kandidatur zur Verfügung“, erklärte Brockmann laut Zeitung. Der 61-jährige Theologe aus Osnabrück ist derzeit einer der ZdK-Vizepräsidenten. Bis zu seinem Wechsel nach Hessen war er sechs Jahre Abteilungsleiter im niedersächsischen Kultusministerium. Auch Kues bestätigte laut Zeitung seine Bereitschaft: „Wenn es eine breite Mehrheit gibt, dann kann ich mich dem nicht entziehen.“ Er wünsche sich ein Signal aus den ZdK-Führungsgremien, so der 59-jährige Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler aus dem emsländischen Lingen. Bislang ist er Sprecher des Sachbereichs 3 „Grundfragen der Arbeit, der Wirtschaft, der Finanzen und der Sozialordnung“.

Meyer will bei der nächsten ZdK-Vollversammlung im Mai aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Der 72-jährige war seit 1997 Sprecher der höchsten Laienvertretung der deutschen Katholiken. Eine Kampfabstimmung solle möglichst vermieden werden, betonte Kues. Das ZdK brauche in Zeiten konfliktträchtiger innerkirchlicher Debatten einen Präsidenten, der eine breite Akzeptanz habe.