Woelki: Bin dankbar für meinen Vornamen Maria

Augsburg (DT/KNA) Rainer Maria Woelki (55), Berliner Kardinal, ist seinen Eltern dankbar für seinen zweiten Vornamen „Maria“. Er erinnere ihn daran, bei der Gottesmutter immer in guten Händen zu sein, sagte der Erzbischof von Berlin der aktuellen Ausgabe der „Katholischen SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg“. Maria sei immer nahe beim Herrn gewesen – „von der Krippe bis unter das Kreuz“. Vor schwierigen Lebensentscheidungen habe er sich deshalb immer an sie gewandt, um auf ihr Leben zu schauen, etwa als es um seine priesterliche Berufung gegangen sei. Maria habe nämlich nie „gekniffen“, sei nie dem Anspruch Gottes an sie ausgewichen. Am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ist Woelki zu Gast im mittelschwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild. Er wird dort um 19 Uhr das Pontifikalamt an der Fatimagrotte feiern, an die sich eine große Lichterprozession anschließt. Er freue sich sehr auf die „schwäbisch-bayerische Volksfrömmigkeit“ und das gemeinsame Beten, sagte der Kardinal. Die Tradition der „Kräuterbuschen“, die mit diesem Tag verbunden ist, sei für ihn ein Ausdruck des Glaubens „zum Anfassen und Riechen“. Auch wenn die Heilkraft von Kräutern nicht unterschätzt werden dürfe, seien sie für ihn kein Heilmittel. Grundsätzlich gelte das Jesus-Wort: „Dein Glaube hat dich geheilt.“