Von Gottes Barmherzigkeit künden

Im April Kongress in Wiesbaden zum Thema „Paulus als Zeuge des göttlichen Erbarmens“

„Wir sind fällig für die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes, wir brauchen sie dringender denn je.“ Der Wiesbadener Stadtpfarrer und Limburger Domkapitular Johannes zu Eltz findet einprägsame Worte, wenn er über die Barmherzigkeit Gottes spricht: „Es ist, als ob Regen auf ein lange ausgetrocknetes Land fällt“, sagt er und berichtet von vielen Gesprächen mit Geistlichen und Laien, Menschen, die teilweise weit weg von der Kirche sind, von Männern und Frauen, von Alten und Jungen. „Es hat nur wenige gegeben, die das Dringliche und das zu Herzen Gehende dieser Botschaft nicht in irgendeiner Weise angenommen und an sich herangelassen hätten.“

Es war Papst Johannes Paul II., der im Jahr 2000 bei der Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester Faustyna in Krakau der Welt dieses Projekt und diese Verkündigung besonders ans Herz gelegt hat. Damals hat er verfügt, dass der Weiße Sonntag, der erste Sonntag nach Ostern, in Zukunft als Barmherzigkeitssonntag begangen wird. Diese Entscheidung des Papstes sei, so zu Eltz, „wie der Bau einer Brücke, die die Kirche ins 3. Jahrtausend hinüberführt“.

Seit fünf Jahren ist es dem Domkapitular und heutigen Stadtdekan ein Herzensanliegen, die Botschaft der Barmherzigkeit zu verkündigen. Dafür reiste er auch nach Lagiewniki bei Krakau (dem Wirkungsort Schwester Faustynas) und nach Rom zu Treffen mit anderen, denen das Thema wichtig ist. In Rom fand vor einem Jahr der erste weltweite Apostolische Kongress der göttlichen Barmherzigkeit statt. Er wurde mit einer Messfeier von Papst Benedikt zum Gedächtnis des Todestages Johannes Pauls II. auf dem Petersplatz eröffnet und stand unter der Schirmherrschaft des Wiener Kardinals Schönborn. Der Prozess dieses Weltkongresses, so war die Idee, sollte sich in den folgenden Jahren in nationalen und kontinentalen Kongressen fortsetzen. Für Deutschland nahm Johannes zu Eltz gemeinsam mit der Caritasdirektorin Barbara Handke und Professor Ansgar Wucherpfennig SJ die Organisation in die Hand und lädt vom 17. bis 19. April nach Wiesbaden ein.

Im Paulusjahr steht der deutsche Kongress unter dem Thema „Paulus als Zeuge des göttlichen Erbarmens“. Er beginnt am Freitag, dem 17. April, mit einem Abend der Begegnung und endet am Sonntag, dem 19. April, am Nachmittag mit einem Fest der göttlichen Barmherzigkeit. Orte sind die Wiesbadener Bonifatiuskirche und das benachbarte Roncallihaus. Am Samstag gibt es Vorträge, Workshops und Meditationen zum Thema Barmherzigkeit.