Verdun: Bischöfe erinnern an Weltkriegsopfer

Paris (DT/KAP) Bischöfe aus allen EU-Ländern, aber auch aus weiteren europäischen Staaten, wollen am kommenden Dienstag – dem Fest des „Europaheiligen“ Martin von Tours – im französischen Verdun gemeinsam an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnern. Die Gedenkfeier findet auf Einladung des Vorsitzenden der EU-Bischofskommission ComECE, dem Münchner Kardinal Reinhard Marx, statt, wie ComECE am Dienstag mitteilte. Marx wird demnach gemeinsam mit dem Erzbischof von Luxemburg, Jean-Claude Hollerich, als Vertreter des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), durch die Feier zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren führen. Zudem wollen der Erzbischof von Straßburg, Jean-Pierre Grallet, sowie Bischof Jean-Paul Gusching von Verdun teilnehmen. Es gibt zwei öffentliche Gottesdienste im sogenannten Beinhaus am Soldatenfriedhof sowie eine Vesper für Verstorbene in der Krypta der Kathedrale von Verdun. Die Schlacht um Verdun zählt zu den wichtigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs an der Westfront zwischen Deutschland und Frankreich. Sie begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französische Festung und endete am 19. Dezember 1916 ohne wesentliche Verschiebung des Frontverlaufs. 170 000 französische und 150 000 deutsche Soldaten verloren ihr Leben. Verdun, das sich auch „Stadt des Friedens“ nennt, ist heute ein Mahnmal gegen kriegerische Handlungen.