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Englischsprachiger Vortrag über Konrad I. in Fulda

Konrad I., der erste nicht karolingische König des zukünftigen Deutschen Reiches, wurde in der Forschung lange Zeit als schwacher und glückloser Herrscher beschrieben. Laut den Res Gestae Saxonicae des Widukinds von Corvey war er nicht in der Lage, die Kontrolle über sein Herrschaftsgebiet auszuüben und seine Untertanen vor den Einfällen der Ungarn zu schützen. Seinen Misserfolgen schrieb man die Ursache für das Ende des ostfränkischen Königtums zu. Eine andere historische Quelle, die Antapodosis des Luidprand von Cremona, zeichnet jedoch ein anderes Bild. Hier wird Konrad I., als erfolgreicher und starker König dargestellt, der sich gegen Anfeindungen sehr wohl zu verteidigen wusste. Antoni Grabowski (Warschau) geht in seinem englischsprachigen Vortrag am 14. Februar um 19.30 Uhr im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Fulda der spannenden Frage nach, warum Konrad I. in diesen beiden historischen Quellen von Beginn an verdammt oder aber hoch geschätzt wurde. Grabowski war 2016 Gangolf-Schrimpf-Stipendiat am Institut Bibliotheca Fuldensis. Der Historiker ist in frühmittelalterlicher Geschichte spezialisiert und arbeitet am Institut für Geschichte Tadeusz Manteuffel der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau.

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