Vatikan und Episkopat würdigen Christodoulos

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan hat den am Montag verstorbenen Erzbischof Christodoulos, Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche Griechenlands, gewürdigt. Die Vatikan-Zeitung „Osservatore Romano“ erinnert in ihrer Dienstagsausgabe an den Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2001 in Athen, und an den Gegenbesuch des Athener Erzbischofs im vergangenen Jahr bei Benedikt XVI. im Vatikan. Zugleich zitiert das Blatt die katholischen Bischöfe Griechenlands, die den Tod von Christodoulos als „schweren Verlust für die orthodoxe Kirche Griechenlands und für den ökumenischen Weg“ bezeichnen. „In dem Moment, in dem unsere griechisch-orthodoxen Mitbrüder den Tod ihres Hirten beweinen, schließen wir uns ihnen im Gebet an: Er war ein tüchtiger Hirte und überzeugter Verfechter des ökumenischen Weges“, gibt der „Osservatore“ die Erklärung der katholischen Bischöfe des Landes wieder. „Beten wir, dass der Heilige Geist eine ebenso starke und profunde Führung folgen lässt.“ Der katholische Erzbischof Nikolaos Printesis von Naxos erklärte, dass Christodoulos „immer für die guten Beziehungen zwischen der orthodoxen Kirche und der katholischen Kirche gelobt worden ist“. Er habe sich immer neu um eine Annäherung zwischen den Kirchen bemüht. Der Papstbesuch in Athen und die Vatikan-Visite von Christodoulos seien „zwei Meilensteine auf dem ökumenischen Weg mit der Orthodoxie gewesen“. An den Trauerfeierlichkeiten am Donnerstag ist der Vatikan mit einer Delegation vertreten, die vom französischen Kurienkardinal Paul Poupard angeführt wird. Begleitet wird Poupard demnach vom Sekretär des vatikanischen Einheitsrates, Bischof Brian Farrell, und dem Nuntius in Griechenland, Erzbischof Patrick Coveney.