Vatikan hat Gespräche mit den Piusbrüdern begonnen

Im Vatikan haben am Montag die Gespräche zwischen Vatikan und traditionalistischer Piusbruderschaft begonnen. Im Anschluss an das Treffen veröffentlichte die zuständige Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ eine Mitteilung, die wir in einer Übersetzung der Katholischen Nachrichtenagentur dokumentieren:

Am Montag, den 26. Oktober 2009, fand im Palazzo del Sant' Uffizio, dem Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre und der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, das erste Treffen der Arbeitskommission aus Fachleuten jener Kommission und der „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ statt. Ziel des Treffens war, die noch zwischen der Priesterbruderschaft und dem Apostolischen Stuhl bestehenden Schwierigkeiten in Glaubensfragen zu untersuchen. In einem herzlichen, respektvollen und konstruktiven Klima wurden die grundlegenden Fragen der katholischen Lehre festgelegt, die in den Gesprächen der kommenden Monate – voraussichtlich im Abstand von je zwei Monaten – behandelt und diskutiert werden sollen. Vor allem wird es um Fragen zum Traditionsverständnis, zum Missale (Messbuch) Pauls VI. und um die Interpretation des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Kontinuität der katholischen Lehrtradition gehen. Weiter wird es um Fragen der Einheit der Kirche und um die katholischen Prinzipien der Ökumene, der Beziehungen zwischen dem Christentum und den nichtchristlichen Religionen und der Religionsfreiheit gehen. Im Verlauf des Treffens hat man außerdem die Methode und die Organisation der künftigen Arbeit festgelegt.