US-Bischöfe begrüßen Beschluss zur Abtreibung

Washington (DT/KAP) Das für die amerikanische Gesundheitsreform entscheidende „U.S. Department of Health and Human Services“ (HHS) hat hinsichtlich der ungeklärten Grundsatzfrage der Finanzierung von Abtreibungen durch die öffentliche Hand im Sinne der Bischofskonferenz (USCCB) und der Pro-Life-Bewegung entschieden. Die Entscheidung wurde am Sonntag vom Vorsitzenden des USCCB-Lebensschutzkomitees, Kardinal Daniel DiNardo, gewürdigt. Der aktuellen HHS-Entscheidung zufolge müssen Krankenversicherungen, die Policen für Risikopatienten ausgeben, künftig nur noch in Sonderfällen für Schwangerschaftsabbrüche bezahlen. Die Ausnahmen sind Fälle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr für die Mutter. Krankenversicherungen, die Policen für Risikopatienten ausgeben, erhalten in Zukunft staatliche Beihilfen für deren Behandlungskosten. Die Streitfrage war nach Plänen der Staaten Pennsylvania und New Mexico aufgekommen, die einen Versicherungsschutz für Abtreibungen auf Wunsch zulassen wollten. Die katholischen Bischöfe begrüßten die neue Politik, wie Kardinal Daniel DiNardo sagte. Auch Abtreibungsgegner im Repräsentantenhaus äußerten sich zufrieden. „Das ist der erste Test, und er wird zeigen, dass es keine staatlichen Gelder für Abtreibungen geben wird“, sagte die demokratische Abgeordnete Kathy Dahlkemper aus Pennsylvania.