Turnovszky: Es geht um glaubwürdige Zeugen

St. Pölten (DT/KAP) Es gebe verschiedene Formen der Weitergabe des Glaubens an Kinder und Jugendliche, „es geht dabei aber immer um glaubwürdige Zeugen“. Das betonte der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky beim „Forum Ostarrichi“ zum Thema „Werden sie noch glauben?“ in Neuhofen an der Ybbs. Der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) widmete seine diesjährige Versammlung vom 26. bis 29. August der Frage, wie der nächsten Generation der christliche Glaube vermittelt werden kann. Österreichs „Jugendbischof“ sprach sich dafür aus, nicht Moral in den Mittelpunkt der religiösen Erziehung zu stellen. Moralische Werte seien zwar sehr wichtig, würden aber bei Jugendlichen nicht zur Weitergabe des Glaubens beitragen. „Nur ein guter Mensch zu sein“, ohne sichtbaren Glauben, werde nicht bewirken, dass „der Funke des Glaubens überspringt“. So sei die gleiche Würde aller Menschen zwar die Basis unserer Gesellschaft, die Demokratie könne diesen Wert jedoch nicht aus sich selbst hervorbringen, „sehr wohl aber der Glaube“. Für die Weitergabe des Glaubens in der heutigen Zeit nannte Turnovszky drei wesentliche Punkte: das katholische „Kerngeschäft“ wie Sakramente und Gebet; die Begegnung mit Christus in den Armen und „Lebensschulen“. Darunter versteht Turnovszky die Möglichkeit, dass junge Menschen eine Zeit lang in christlichen Gemeinschaften – etwa in Ordensgemeinschaften – mitarbeiten und mitleben.