Spanien: Episkopat beklagt Religionsgesetz

Madrid (DT/KNA) Als „kulturellen Selbstmord“ kritisiert Spaniens Bischofskonferenz das geplante Entfernen religiöser Symbole aus staatlichen Gebäuden des Landes. Der Sprecher der Bischofskonferenz, Juan Antonio Martinez Camino, erklärte laut Medienberichten vom Freitag, das Entfernen katholisch-christlicher Symbole aus Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden sei Teil der Verfolgung, unter der die Kirche in Spanien derzeit leide. Das Kreuz aus dem öffentlichen Leben zu verbannen bedeute, gegen das Kreuz selbst zu sein, so Camino. Ein Verbot religiöser Symbole in staatlichen Gebäuden ist Teil des geplanten Gesetzes zur Religionsfreiheit, die sozialistische Regierung unter Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in der vergangenen Woche in die Wege leitete. Der Entwurf, den die Regierung in den kommenden Wochen zur Abstimmung vorlegen will, sieht auch vor, dass künftig bei Staatsakten keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Auch ein landesweites Verbot der Burka ist in dem Entwurf vorgesehen.