Seligsprechungsverfahren für Ordensfrau aus Herne

Köln (DT/KNA) Für eine Ordensfrau aus Herne ist ein Seligsprechungsverfahren eröffnet worden. Dabei geht es um die 1916 geborene Magdalena Jahn mit dem Ordensnamen Paschalis, wie der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Prälat Helmut Moll, am Dienstag in Köln mitteilte. Jahn gehörte nach den Angaben zur Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth; gemeinsam mit neun Mitschwestern wurde sie 1945 von Soldaten der Roten Armee im Kreis Mährisch-Schönberg ermordet. Der Breslauer Erzbischof Marian Golebiewski habe das Seligsprechungsverfahren für die deutschen Ordensschwestern eröffnet. Jahn kam nach Darstellung Molls mit ihrer Familie 1926 nach Herne, wo ihr Vater eine Arbeitsstelle gefunden hatte. 1939 sei sie der Elisabeth-Kongregation beigetreten. Ein Rotgardist habe sie am 11. Mai 1945 missbrauchen wollen, so Moll. Ihm habe sie sich mit den Worten entgegengestellt: „Erschießen Sie mich, Christus ist mein Bräutigam, nur ihm gehöre ich.“ Daraufhin sei sie von dem Russen erschossen worden.