Rosenkranzmonat: Ein Gebet für die ganze Familie

Von Pfarrer Richard Kocher

Mutter Teresa von Kalkutta, der „Engel der Armen“, wurde kürzlich von Papst Franziskus heiliggesprochen. Wann immer man sie sah, hatte sie einen Rosenkranz in der Hand und betete ihn. Viele Familien sind heute von Scheidungen und inneren Zerwürfnissen bedroht. Der tiefere Grund für diese Misere liegt am fehlenden Glauben und damit am Gebetsleben. Wenn wir für alles Mögliche Zeit finden, nur nicht für das Gebet, dann stimmt etwas nicht.

Die folgenden Ausführungen von Mutter Teresa sind eine eindringliche Mahnung, dem Gebet in der Familie den ersten Platz einzuräumen. Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo im Jahr 1979 nannte Mutter Teresa die Abtreibung den größten Zerstörer des Friedens in der Welt und im häuslichen Umfeld. Dies ist für sie der tiefere Grund, warum das Familiengebet so stark zurückgegangen ist.

Sie sagte: „Heute ist das ungeborene Kind das Ziel von Mord, Tötung und Zerstörung. Ich meine, die Abtreibung wurde zur größten Gefahr für den Frieden, weil sie das Familienleben zerstört. Durch diese Zerstörung des Familienlebens ist sie auch in das Gebetsleben der Familie eingebrochen und hat es zerstört. Daher gibt es immer weniger Familien, die gemeinsam beten.

Das gemeinsame Beten der Familie, besonders des gemeinsamen Rosenkranzgebetes, denn der Rosenkranz ist das Familiengebet, trägt reiche Frucht. Wenn die Familie gemeinsam den Rosenkranz betet, dann bleibt sie beisammen. Und wenn sie beisammenbleibt, dann werden sie einander lieben, wie Gott jeden von uns liebt. Daher ist es so wichtig, dass wir den Rosenkranz ins Familienleben zurückbringen.“

Auch Monsignore Philip J. Reilly, der Gründer der Vigilien für das ungeborene Leben, setzt auf die „Waffe des Rosenkranzes“ bei der Bekämpfung der Tötung von Embryonen im Mutterschoß. Die Fakten sind eindeutig. Von zunächst 43 Abtreibungsstätten in der Diözese Brooklyn waren im Jahr 2005 noch zwanzig übrig. War die frühere Pro-Life-Arbeit von Monsignore Reilly und seinen Freunden fruchtlos geblieben, so konnte man überall die Erfolge sehen, wo vor den Abtreibungskliniken gebetet wurde.

Der Verfasser ist Programmdirektor

von Radio Horeb