Personalien

Erzbischof Karl-Josef Rauber (75), aus Nürnberg stammender Vatikan-Botschafter in Belgien und Luxemburg, hat mit Erreichen der kirchenrechtlichen Altersgrenze seine Diplomatenlaufbahn beendet. Zu seinem Nachfolger in Brüssel ernannte Papst Benedikt XVI. den italienischen und bisher in Venezuela tätigen Nuntius Giacinto Berloco (67), wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der Nuntiatur in Belgien arbeitet Rauber künftig als Geistlicher in einem Haus der Schönstatt-Bewegung im Bistum Rottenburg-Stuttgart. Geboren am 11. April 1934 wurde Rauber 1959 zum Priester des Bistums Mainz geweiht. Im vatikanischen Staatssekretariat war er nach seiner Diplomaten-Ausbildung jahrelang persönlicher Sekretär des einflussreichen „Innenministers“ Erzbischof Giovanni Benelli. Mit 46 Jahren ernannte ihn Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Giubalziana und zum Pro-Nuntius in Uganda. Während der Auseinandersetzungen um den Churer Bischof Wolfgang Haas leitete Rauber die diplomatischen Vertretungen des Papstes in der Schweiz und in Liechtenstein (1993–97). Anschließend war er Nuntius in Ungarn und Moldawien (1997–2003). Zeitweilig wirkte Rauber auch als Präsident der Päpstlichen Diplomaten-Akademie in Rom.