Personalien

Prälat Helmut Moll, nimmt am Samstag in der Frankfurter Jesuitenhochschule Sankt Georgen den mit 500 Euro dotierten Stephanus-Preis für das im Auftrag der katholischen Deutschen Bischofskonferenz herausgegebene „Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ entgegen. Der Stephanus-Preis wurde dem Werk von der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen zuerkannt. Das „Deutsche Martyrologium“ versteht sich als eine Geschichte der Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts und beinhaltet derzeit mehr als 800 Lebensbilder von Menschen, die etwa unter Hitlers Terror oder im Kommunismus ihr Leben für den christlichen Glauben hingaben. Der Stephanus-Preis ist nach Angaben der Stiftung dem 1996 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg gewidmet. Er hatte in seine täglichen öffentlichen Abendgebete in der Berliner Kathedrale auch Juden und andere Verfolgte des Nazi-Regimes eingeschlossen. Lichtenberg, 1875 geboren, starb am 5. November 1943 auf einem Transport ins Konzentrationslager Dachau.

Wolfgang Rothe, ehemaliger Subregens des St. Pöltner Priesterseminars, darf nach einer Zeit der Suspendierung wieder als Seelsorger tätig sein. Rothe wird mit Genehmigung des St. Pöltener Bischofs Klaus Küng und in Absprache mit Erzbischof Reinhard Marx in der Erzdiözese München für zunächst ein Jahr als Seelsorger in einem Seniorenheim tätig. Wörtlich heißt es in einer Stellungnahme der Diözese St. Pölten: „Rothe hat, wie im endgültig bestätigten Dekret des Bischofs gefordert, eine längere Zeit der Besinnung in einem Kloster verbracht. Er will auch die sonstigen Bedingungen erfüllen. Daher konnte Bischof Küng einen pastoralen Einsatz dieses Priesters genehmigen. Dieser Einsatz erfolgt jedoch probeweise, befristet, mit gewissen Einschränkungen sowie unter fachlicher Hilfestellung. Er gehört weiterhin zur Diözese St. Pölten und wird mit Zustimmung von Erzbischof Marx zunächst probeweise für ein Jahr in einem Seniorenheim der Pfarre St. Michael in München tätig. Bischof Küng erklärt dazu, er halte es für richtig, einem Priester, der guten Willens ist, eine Chance zu geben.“ Rothe war im Zuge der Turbulenzen um das St. Pöltener Priesterseminar von seinen priesterlichen Funktionen suspendiert worden. Er hatte gegen die Entscheidung des Bischofs in Rom Rekurs eingelegt. Im Frühjahr 2008 bestätigte der Heilige Stuhl die von Küng getroffenen Maßnahmen gegen Rothe und gegen den früheren Regens Ulrich Küchl. Die beiden Priester wurden vom Heiligen Stuhl „zur Besinnung aufgerufen“ und aufgefordert, den Anweisungen des Diözesanbischofs Folge zu leisten. Bei „Erweis der Besinnung“ erfahre die verhängte Suspension eine Milderung, hieß es damals. Sobald die Voraussetzungen für einen neuerlichen priesterlichen Einsatz gegeben sind, könne die Suspension aufgehoben werden. In einer Stellungnahme des Erzbistums München heißt es dazu: „Erzbischof Marx hat nach Rücksprache mit den zuständigen Mitarbeitern im Erzbischöflichen Ordinariat der Bitte von Bischof Küng entsprochen und veranlasst, Rothe vorübergehend aufzunehmen. Er wurde zum 1. November 2008, befristet auf ein Jahr, zum Seelsorger im Caritas-Altenheim St. Michael und zur Seelsorgemithilfe in der Pfarrei St. Michael/Perlach angewiesen. Der Pfarrer von St. Michael, Christian Penzkofer, wurde über den Vorgang informiert. Er war mit dem Einsatz von Rothe einverstanden. Der Pfarrer hat auch den Pfarrgemeinderat informiert.

Bischof Josef Clemens, Sekretär des Päpstlichen Laien-Rates, wurde mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern“ der Republik Österreich ausgezeichnet. Clemens, der fast zwanzig Jahre Privatsekretär des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger war, setze sich in seiner heutigen Funktion in besonderer Weise für österreichische Anliegen ein und sei durch seine oftmaligen Besuche in Österreich ein „wichtiger Kommunikator“ zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich, sagte der österreichische Vatikanbotschafter Martin Bolldorf bei der Überreichung der hohen Auszeichnung. An der Überreichung in der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl nahm auch der frühere Präsident des Bundesrates, Herbert Schambeck, teil.