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Domkapitular Markus Hofmann (50) (Foto: Erzbistum Köln/Boecker) wird neuer Generalvikar des Erzbistums Köln. Kardinal Rainer Maria Woelki hat den Bischofsvikar für die internationale Seelsorge und für die Orden zum 1. Mai als Nachfolger von Dominik Meiering (48) berufen, wie das Erzbistum am Donnerstag mitteilte. Hofmann war längere Zeit in der Priesterausbildung des Erzbistums tätig. 2003 ernannte ihn der damalige Kardinal Joachim Meisner zum Direktor des Erzbischöflichen Theologenkonviktes Collegium Albertinum in Bonn. Von 2009 bis 2015 leitete er das Erzbischöfliche Priesterseminar in Köln, bevor er Bischofsvikar wurde. Der Geistliche gehört der mit dem Opus Dei verbundenen „Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz“ an. „Wir haben ein gutes Vertrauensverhältnis“, sagte Hofmann im Kölner domradio zu seiner Wahl durch Woelki. Ihm sei er 2003 direkt als Direktor des Albertinums gefolgt; gerade in der Übergangszeit hätten sie viel Kontakt gehabt. Bislang habe er das Erzbistum in den Sektoren Priesterausbildung, Ordensleute und internationale Seelsorge näher kennengelernt, so Hofmann. Als Generalvikar werde er nun einen breiteren Blick gewinnen. Hofmann wies darauf hin, dass gut 340 000 oder 17, 5 Prozent der Katholiken in der Erzdiözese einen Migrationshintergrund haben. Von den internationalen Gemeinden könnten die deutschsprachigen lernen, wenn es um die Bildung größerer regionaler Strukturen gehe. Hofmann wurde am 11. März 1968 in Porz am Rhein geboren. Nach dem Theologiestudium in Bonn und Rom empfing er 1995 die Priesterweihe im Kölner Dom. Nach drei Jahren als Kaplan in Düsseldorf wurde er zum weiteren Studium an der Universität Augsburg freigestellt, wo er im Fach Dogmatik mit einer Arbeit über „Maria, die neue Eva“ promoviert wurde. 2012 wurde er residierender Domkapitular in Köln. Nach zwölf Jahren in der Priesterausbildung ernannte ihn Woelki 2015 zum Bischofsvikar. Seit September 2015 ist Hofmann zudem Vorsitzender des Deutschen Lourdes Vereins Köln. Seine Ernennung zum Generalvikar gilt als Richtungsentscheidung Kardinal Woelkis im Sinne der Kontinuität zum 2017 verstorbenen Kardinal Joachim Meisner. Der neue Generalvikar hat seit seiner Priesterweihe intensiv die Marienverehrung gefördert – im Rahmen des Fatimaapostolats und als Sodale der Marianischen Männerkongregation Köln an der Wallfahrtskirche zur Schwarzen Muttergottes. Seit Jahren ist er darüber hinaus als geistlicher Leiter der Kölner Pilgergruppe verbunden, die Sühnewallfahrten in den portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima unternimmt.

Zum neuen Protokollchef des vatikanischen Staatssekretariates hat Papst Franziskus den irischen Priester Joseph Murphy (49) ernannt. Murphy, bisher schon Mitarbeiter des Staatssekretariates, wird damit Nachfolger von Jose Avelino Bettencourt (55), den der Papst Anfang März zu seinem Botschafter in Armenien und Georgien ernannt hat.

Der Autor des äußerst kontroversen Buches „The Dictator Pope“, der britische Historiker Henry Sire, ist vom Malteserorden suspendiert worden. In den vergangenen Tagen war die Identität des bis dahin anonymen Autors Marcantonio Colonna bekannt geworden. Der Inhalt des Buches gebe in keiner Weise Positionen und Auffassungen des Malteserordens wieder, heißt es in der Erklärung. Der Orden distanziere sich von dem Buch; keinesfalls spreche Sire im Namen des Ordens.