Personalien

Zum neuen Erzbischof von Lodz in Polen hat Papst Franziskus den bisherigen Krakauer Weihbischof Grzegorz Rys ernannt. Das gab der Vatikan am Donnerstagmittag bekannt. Der 53-Jährige wird Nachfolger von Marek Jedraszewski, der im Dezember 2016 zum Erzbischof von Krakau und damit zum Nachfolger von Kardinal Stanislaw Dziwisz ernannt worden war. Rys war im Mai 1988 zum Priester geweiht worden und hatte nach zweijähriger Arbeit in einer Pfarrgemeinde an der Päpstlichen Akademie in Krakau Kirchengeschichte studiert und dort promoviert. Bis 2011 lehrte er das Fach und war ab 2007 zusätzlich Rektor des Priesterseminars in Krakau. Seit September 2011 war Rys dort Weihbischof.

Romuald Kaminski (62), bislang Weihbischof von Elk in Polen, ist nun Bischofskoadjutor der Diözese Warschau-Praga. Der Vatikan teilte die Ernennung durch Papst Franziskus am Donnerstag mit. Als Koadjutor ist Kaminski dem amtierenden Erzbischof Henryk Hoser (74) zur Seite gestellt und mit besonderen Vollmachten ausgestattet. Für den Fall, dass der amtierende Bischof zurücktritt, versetzt wird oder stirbt, tritt ein Koadjutor automatisch die Nachfolge an. Kaminski stammt aus Warschau und war dort lange tätig, unter anderem von 1983 bis 1992 als Sekretär des damaligen polnischen Primas, Kardinal Jozef Glemp. Danach wurde er Generalvikar des neu errichteten Bistums Warschau-Praga. Es gehört zur Kirchenprovinz Warschau; Bischofssitz ist Praga, ein Stadtteil der Hauptstadt. Die Diözese umfasst den Hauptstadtbezirk östlich der Weichsel sowie Teile des Warschauer Umlands. Seit 2005 war Kaminski Weihbischof im nordostpolnischen Bistum Elk (deutsch Lyck). Der frühere Kurienerzbischof Hoser leitet das Bistum seit 2008. Er erreicht Ende November die Altersgrenze von 75 Jahren, zu der Bischöfe dem Papst gemäß dem Kirchenrecht ihren Amtsverzicht anbieten müssen. Zum Jahreswechsel war Hoser an Malaria erkrankt. Im Frühjahr ernannte ihn Papst Franziskus zu seinem Sondergesandten für den bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje; diese Sondermission hat der Erzbischof inzwischen abgeschlossen.

Ruprecht Wimmer, früherer Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), wird am Montag 75 Jahre alt. Der gebürtige Münchner leitete die KU von 1996 bis 2008. Während seiner Präsidentschaft festigte er nach der Gründungszeit der KU deren Position als selbstverständliches Mitglied sowohl der bayerischen als auch der deutschen Universitäten, wie die KU am Freitag mitteilte. Der Germanist wurde 1982 als Professor für Neuere deutsche Literatur nach Eichstätt berufen. Er leitete von 1983 bis 1985 als Dekan die Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät der KU. Einen wissenschaftlichen Schwerpunkt fand er im Leben und Werk von Thomas Mann.