Personalien

Giacomo Morandi (51), bisher Untersekretär der römischen Glaubenskongregation, ist von Papst Franziskus zu deren Sekretär ernannt worden. Dies gab der Vatikan am Dienstag bekannt. Der Italiener fungiert somit künftig als zweiter Mann der Vatikanbehörde, die über die Einhaltung der katholischen Lehre in der Weltkirche wacht. Zuvor hatte dieses Amt der spanische Kurienerzbischof und Jesuit Luis Francisco Ladaria Ferrer inne, der Anfang Juli 2017 als Nachfolger von Kardinal Gerhard Ludwig Müller neuer Leiter der Behörde wurde. Müllers fünfjährige Amtszeit hatte der Papst nicht verlängert. Morandi war 2015 von Franziskus zum Untersekretär der Glaubenskongregation ernannt worden. Zuvor war er Generalvikar der italienischen Erzdiözese Modena-Nonantola. Der in Modena geborene Geistliche hat an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom ein Lizenziat in Missionswissenschaften erworben. Er ist Dozent für die Heilige Schrift in Modena und für Patristik in Rom.

Helmut Bauer (84), (Foto: KNA) emeritierter Würzburger Weihbischof, feiert am Freitag den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe. Dieses Diamantene Priesterjubiläum begeht er am Sonntag mit einem Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom, wie die Bischöfliche Pressestelle am Montag ankündigte. Er war von 1988 an 20 Jahre lang Weihbischof in Würzburg. In dieser Zeit spendete er der Mitteilung zufolge gut siebentausend jungen Menschen das Sakrament der Firmung, weihte viele Altäre, Glocken und Orgeln. Bauer stammt aus Schimborn im Landkreis Aschaffenburg. 1957 zum Priester geweiht, war der Geistliche 20 Jahre als Erzieher und Direktor in den Bischöflichen Knabenseminaren in Würzburg und Königshofen tätig. 1983 wurde er in Würzburg Dompfarrer, 1988 schließlich Weihbischof. Lange Jahre leitete Bauer die Abteilung Kirchenmusik im Bischöflichen Ordinariat und trug auch die Verantwortung in diesem Bereich in der Deutschen Bischofskonferenz. Er hatte den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Ökumenisches Lied und der Ständigen Kommission für das Gesangbuch „Gotteslob“ inne. Außerdem war er als Weihbischof zwölf Jahre lang Vorsitzender der Ökumenekommission der bayerischen Bischöfe und vertrat mehrere Jahre die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in der Freisinger Bischofskonferenz.

Georg Falterbaum (53), Diplom-Kaufmann, wird neuer Direktor des Diözesancaritasverbands der Erzdiözese München und Freising. Zum 1. Februar 2018 löst er Prälat Hans Lindenberger (69) ab, der seit 15 Jahre an der Spitze des größten bayerischen katholischen Wohlfahrtsverbands steht. Dies wurde am Dienstag in München auf der Jahrespressekonferenz der Caritas bekannt. Mit Falterbaum übernimmt das Amt erstmals kein Priester. Der gebürtige Kölner gehört seit Mai 2016 dem bisher aus drei Personen bestehenden Vorstand des Diözesan-Caritasverbands an. Zuvor leitete er mehrere Jahre den Caritasverband Rhein-Erft-Kreis im Erzbistum Köln. Falterbaum ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er freue sich auf die neue Aufgabe und wisse, worauf er sich einlasse, sagte er auf Nachfrage. Für große programmatische Reden sei es derzeit verfrüht. Zudem bestehe kein Anlass, hektisch das Ruder herumreißen zu müssen. Aufgabe der Zukunft werde es weiter sein, als wertegebundener Fachverband geeignetes Fachpersonal zu finden. Auch müssten manche soziale Aufgaben stärker gegenfinanziert werden. In Bayern fühlt er sich eigenen Worten zufolge „pudelwohl“. So schätze er als Rheinländer mittlerweile nicht nur das Weißbier, sondern habe sogar das „Schafkopfen“ gelernt. Mit Falterbaum sei es gelungen, eine im Sozialwesen und in der Caritas „erfahrene und erfolgreiche Führungspersönlichkeit“ zu gewinnen, sagte Ordinariatsdirektorin Elke Hümmeler laut einer Pressemitteilung des Verbands und der Erzdiözese.