Personalien

Zu den Jubiläumsfeiern im westfälischen Marienwallfahrtsort Kevelaer entsendet Papst Franziskus den deutschen Kardinal Karl-Josef Rauber (Foto: KNA) als seinen Vertreter. Das teilte der Vatikan am Samstag mit. Rauber soll demnach am Festgottesdienst am 3. Juni teilnehmen. Das Wallfahrtsheiligtum am Niederrhein begeht in diesem Jahr sein 375-jähriges Jubiläum. Am 1. Juni 1642 wurde das aus Luxemburg stammende Marienbild „Trösterin der Betrübten“ in einen Bildstock in Kevelaer eingesetzt. Zu dem Festgottesdienst werden auch der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich und Münsters Bischof Felix Genn erwartet. An diesem Tag wird das Gnadenbild in einer Prozession durch die Innenstadt getragen, bevor es wieder seinen Platz in der Gnadenkapelle findet. Ein Höhepunkt ist die Uraufführung des Kevelaerer Marien-Festspiels am 10. Juni.

Das Domkapitel des Bistums Augsburg hat Thomas Groll (51) zum neuen Domkapitular gewählt. Bischof Konrad Zdarsa bestätigte die Entscheidung und wird den Geistlichen am 11. April im Rahmen eines Gottesdiensts in sein Amt einführen, wie die Bischöfliche Pressestelle am Freitag mitteilte. Groll ist Bistumshistoriker und Studenten- und Hochschulpfarrer an der Universität/Hochschule Augsburg. Er folgt Domkapitular Peter C. Manz nach, der auf sein Kanonikat mit Ablauf des 28. Februar altersbedingt verzichtet hatte. Die Statuten sehen vor, dass frei gewordene Kanonikate abwechselnd von Domkapitel und Diözesanbischof besetzt werden. Dompropst Weihbischof Anton Losinger freut sich, dass nun das Kollegium wieder komplett sei. Groll habe sich in seinen historischen Studien intensiv mit der Geschichte des Domkapitels und des Bistums befasst. Mit diesem Wissen könne er das Kollegium bereichern, so Losinger. Bereits in seiner Doktorarbeit habe der Wissenschaftler die wegweisende und auch stabilisierende Funktion herausgearbeitet, welche die Kathedralkapitel für die Kirche über die Jahrhunderte hinweg wahrgenommen hätten. Der aus Augsburg stammende Groll empfing nach seinem Theologiestudium in München 1998 die Priesterweihe. Nach seiner Kaplanszeit wurde er 2003 Pfarradministrator in Augsburg-Kriegshaber. Die Ernennung zum dortigen Pfarrer erfolgte ein Jahr später. Seit Januar 2005 ist der Geistliche Bistumshistoriker, zugleich hilft er in Augsburg-Kriegshaber in der Seelsorge mit. Hochschulpfarrer und Akademikerseelsorger ist er seit August 2009, erster Vorsitzender des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte seit 2011.

Kardinal Ricardo Blazquez Perez, Erzbischof von Valladolid und Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz, wird am 13. April 75 Jahre alt. Mit Erreichen dieser Altersgrenze sind Bischöfe vom Kirchenrecht gehalten, dem Papst ihren Amtsverzicht anzubieten. Dieser belässt jedoch die Leiter wichtiger Diözesen in der Regel noch einige Zeit im Amt.

Der deutsche Jesuit Hans Zollner (50), Mitglied der päpstlichen Kinderschutzkommission und Leiter des Kinderschutzzentrums an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, ist von Papst Franziskus zum Berater der Kleruskongregation ernannt worden. Das teilte der Vatikan am Samstag mit. Neben Zollner berief der Papst zehn weitere Personen in den Kreis, darunter zwei Laien. Die Kongregation, die von Kardinal Beniamino Stella geleitet wird, ist für Fragen der Bildung und pastoralen Arbeit von Priestern und Diakonen sowie für die Aufsicht über Finanzangelegenheiten zuständig. Die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen ist dieser Behörde nicht zugeordnet, sondern obliegt der Glaubenskongregation. Der am 19. November 1966 in Regensburg geborene Zollner lehrt seit 2003 am Institut für Psychologie der Päpstlichen Universität Gregoriana. Seit 2010 ist er auch Vizerektor der Hochschule. 2014 berief der Papst ihn in die neu gegründete Kinderschutzkommission.