Personalien

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Der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, hat Weihbischof William Schomali zum neuen Patriarchalvikar für Jordanien ernannt. Der 66-jährige Palästinenser tritt damit die Nachfolge von Erzbischof Maroun Lahham an, dessen Rücktritt am 4. Februar von Papst Franziskus angenommen wurde. Schomali, am 15. Mai 1950 im palästinensischen Beit Sahour geboren, studierte englische Literatur in Jordanien sowie Liturgiewissenschaft in Sant Anselmo in Rom. Nach seiner Priesterweihe 1972 in Jerusalem war er zunächst in verschiedenen Pfarreien in Jordanien tätig, bevor er seine Tätigkeit als Professor am Priesterseminar in Beit Dschallah übernahm, dessen Vize-Rektor und Rektor er später wurde. 1998 amtete er als Generaladministrator des Patriarchats, 2009 als Kanzler. Im Mai 2010 folgte die Bischofsweihe in Bethlehem. Schomali war seither als Weihbischof für Jerusalem und Palästina zuständig.

Als erster Protestant erhält der Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies (54) am Freitag in Rom die Ehrendoktorwürde der Päpstlichen Lateran-Universität und ihres Instituts Augustinianum. Sie ehren ihn damit für seine Forschungen über die Kirchengeschichte der Antike, wie die Humboldt-Universität am Mittwoch in Berlin bestätigte. An deren Evangelisch-Theologischer Fakultät ist Markschies Professor für Ältere Kirchengeschichte. An der Ehrung nimmt auch der vatikanische „Ökumeneminister“, Kardinal Kurt Koch, teil. Für Markschies zeigt sich an der Auszeichnung im Jubiläumsjahr der Reformation, „wie sehr sich die christlichen Konfessionen inzwischen einander angenähert haben und welche verbindende Rolle dabei gerade auch die Wissenschaft spielen kann und die gemeinsame Arbeit an den Anfängen des Christentums“. Markschies ist einer der profiliertesten evangelischen Theologen in Deutschland. Er leitet auch die „Kammer für Theologie“, ein wichtiges Beratungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Bertram Meier (56), Leiter des Seelsorgeamts im Bistum Augsburg, bleibt für weitere vier Jahre an der Spitze der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern. Er wurde bei einer Delegiertenversammlung in Augsburg einmütig im Amt bestätigt. Der Geistliche leitet den ökumenischen Zusammenschluss seit 2013. Meier ist Domdekan und Bischofsvikar für Ökumene und interreligiösen Dialog in der Diözese Augsburg. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Anja Landes-Schell (45) aus Ingolstadt, Vorsitzende der Vereinigung Bayerischer Mennonitengemeinden, sowie der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis (69) aus München bestätigt. Neu in dem Gremium ist die Nürnberger evangelisch-lutherische Dekanin Christine Schürmann (48).