Personalien

Blase Cupich (67), Erzbischof von Chicago, wird künftig an der Auswahl neuer Bischöfe für die katholische Kirche mitwirken. Papst Franziskus ernannte ihn zum Mitglied der vatikanischen Kongregation für die Bischöfe, wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte. Cupich gilt in der US-amerikanischen Bischofskonferenz als „Mann von Franziskus“. Dieser berief ihn 2014 an die Spitze des Erzbistum Chicago und ernannte den Erzbischof persönlich zum Mitglied der Bischofssynode über Ehe und Familie im Herbst 2015. Davor war er seit 2010 Bischof von Spokane im Bundesstaat Illinois. Kurz nach seinem Amtsantritt in Chicago zog Cupich aus dem Bischofshaus aus und bezog eine Wohnung auf dem Gelände der Kathedrale der Stadt. Die Kongregation für die Bischöfe ist für die Auswahl von Bischöfen für Europa, Amerika, Australien sowie für einige Staaten in Afrika und Asien zuständig und damit eine der einflussreichsten vatikanischen Behörden. Aus Deutschland ist der Münsteraner Bischof Felix Genn in dem Gremium vertreten.

Gottfried Dachauer (66), Pfarrer von Riekofen und Schönach, wird zum 1. Dezember Superior für die Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heilgen Familie zu Mallersdorf. Er folgt Wilhelm Gegenfurtner nach, der im November 70 Jahre wird und deshalb aus Altersgründen seinen Rücktritt angeboten hat, wie das Bistum Regensburg auf seiner Internetseite mitteilt. Dachauer werde das Amt zunächst kommissarisch wahrnehmen. Denn bis zur Wiederbesetzung seiner Pfarreiengemeinschaft zum 1. September 2017 bleibe er dort Pfarrer, bekomme aber einen nebenamtlichen Pfarrvikar zugewiesen. Der 1950 in Recksberg geborene Dachauer wurde 1978 zum Priester des Bistums Regensburg geweiht. Nach mehreren Jahren in der Pfarrseelsorge ernannte ihn 2001 der damalige Bischof Manfred Müller zum Regens des Priesterseminars. Nach seinem Ausscheiden wurde der Geistliche Priesterseelsorger und ab 2007 Pfarrer in Riekofen und Schönach. Mit seiner „reichen pastoralen und spirituellen Erfahrung“ werde der neue Superior in einer für alle Ordensgemeinschaften nicht einfachen Zeit notwendige Impulse für die Mallerdorfer Schwestern setzen, heißt es in der Mitteilung. Gegenfurtner hatte seit November 2005 neben seinem Amt als Dompropst im Domkapitel des Bistums Regensburg die Aufgabe als Superior in Mallerdorf übernommen. Er werde in seinem Ruhestand in das von den Schwestern geleitete Kurhaus Sankt Josef in Bad Wörishofen ziehen und dort den Dienst des Hausgeistlichen übernehmen, heißt es.

Markus Kohmann (47), designierter Bamberger Dompfarrer, wird zum 1. September auch Regionaldekan. Damit vertritt er in der Bistumsleitung die Dekanate Bamberg, Burgebrach, Hallstadt-Scheßlitz und Hirschaid, wie die Erzbischöfliche Pressestelle am Donnerstag mitteilte. Außerdem ernannte Erzbischof Ludwig Schick ihn zum Domkapitular. Kohmann wurde 1969 in Kronach geboren und 1995 zum Priester geweiht. Er hat promoviert und ist seit 2001 als Spiritual im Erzbischöflichen Priesterseminar tätig. Das Amt des Regionaldekans war seit dem altersbedingten Rücktritt von Dompfarrer Gerhard Förch für ein Jahr vakant. Die Dompfarrei wurde kommissarisch von Domdekan Hubert Schiepek geleitet.