Personalien

Ruben Tierrablanca Gonzalez (63), Franziskaner aus Mexiko, ist am Samstag von Papst Franziskus zum neuen Apostolischen Vikar in Istanbul ernannt worden. Er leitet damit als Bischof die rund 15 700 Katholiken des Kirchenbezirks am Bosporus. Tierrablanca wird Nachfolger des Franzosen Louis Pelatre (75) aus dem Orden der Weißen Väter, der das Vikariat seit 1992 leitete. Mit Rücksicht auf das orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel hat der Vatikan in Istanbul keine reguläre Diözese errichtet, sondern eine niedrigere Kirchenstruktur. Die meisten Katholiken des Vikariats sind Ausländer. Als Apostolischer Vikar erhielt Tierrablanca ein Titularbistum als Bischofssitz, die alte Diözese Tubernuca. Tierrablanca studierte in seiner mexikanischen Heimat, in den USA sowie am Bibelinstitut in Rom. Nach Seelsorgeaufgaben innerhalb seines Franziskanerordens in Mexiko kam er 1985 nach Rom, wo er an seiner Ordensuniversität „Antonianum“ Professor für Bibelwissenschaften wurde. 1992 wurde er dort Rektor. Von 1997 und 2003 war er Guardian an der Generalkurie seines Ordens. Anschließend wechselte er nach Istanbul, wo er in der Gemeindeseelsorge, aber auch im ökumenischen und interreligiösen Dialog tätig war. 2014 wurde er Delegat und damit „zweiter Mann“ im Vikariat.