Personalien

Christian haidinger, Abt von Altenburg (Niederösterreich) und Vorsitzender der österreichischen Benediktiner-Kongregation, wurde am Montagabend für drei Jahre zum neuen Vorsitzenden der Superiorenkonferenz gewählt. Haidinger ist auch Präsident des Vereins „Klösterreich“. In einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der Wiener Tageszeitung „Die Presse“ meint er, es sei „nicht mehr zu halten“, dass „nur ein zölibatär lebender Mann Priester werden kann“. Auch mit einem Plädoyer für die Frauenweihe wird Abt Haidinger zitiert: „Ich hoffe sehr und bin überzeugt, dass es Priesterinnen geben wird, auch wenn ich es nicht beeinflussen kann.“ Der österreichischen Superiorenkonferenz gehören derzeit 85 Orden an.

Martin Kastler, CSU-Europaabgeordneter, ist neuer Sprecher für Europa und interkulturelle Fragen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und damit auch Kraft Amtes Mitglied des ZdK-Hauptausschusses. Kastler vertritt und berät in der neuen Position das ZdK in allen Fragen der EU und der europäischen Integration. Dazu zählen Themen wie Migration und Flüchtlingsfragen, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit. „Hier ist es wichtig, dass Christen ihre Stimme erheben. Wir als Kirche stehen in der besonderen Pflicht, uns aktiv in Gesellschaft und Politik einzubringen“, so der Europaabgeordnete. Der Katholikentag 2014 in Regensburg mit dem Titel „Mit Christus Brücken bauen“ biete eine besonders gute Chance, „Europa vor Ort sichtbar zu machen“. Auch als Bundesvorsitzender der deutsch-tschechischen Ackermann-Gemeinde besteht Kastler auf einen unbedingten, „europäischen, grenzüberschreitenden Ansatz – nicht nur im Titel sondern auch im Hauptprogramm“. In Hinblick auf die anhaltende Vertrauenskrise Europas und der kommenden Europawahl gelte es, „unseren christlichen Anspruch auf das Europa der Zukunft zu nutzen und unser Christsein für ein besseres Europa zu leben.“ Kastler nannte in seiner Bewerbungsrede in Bonn-Bad Godesberg vor der Vollversammlung das Leitmotiv seiner künftigen Arbeit: „Christ sein in Europa – und eine glaubwürdige, sichtbare Stimme der katholischen Laien in Kirche und Staat bilden!“

Kardinal Ricardo Maria carles Gordo, früherer Erzbischof von Barcelona, befindet sich seit einem Schlaganfall in einer Klinik in Tortosa. Der 87-Jährige sei bei Bewusstsein und in stabiler Verfassung; allerdings seien die Behandlungsaussichten mit Blick auf sein Alter beschränkt, teilte das Erzbistum Barcelona am Dienstag mit. Carles war am Freitag mit einem epileptischen Anfall eingeliefert worden. Der aus Valencia stammende Kirchenmann stand von 1990 bis zu seinem altersbedingten Rücktritt 2004 an der Spitze des Erzbistums Barcelona. Im Amt setzte sich Carles für eine Seligsprechung des katalanischen Architekten Antonio Gaudí ein, der die Kirche „Sagrada Familia“ entworfen hatte.