Personalien

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Kardinal Francis Eugene George, Erzbischof von Chicago, hat am Montag das 75. Lebensjahr vollendet. Mit Erreichen dieser Altersgrenze ist er wie alle Bischöfe gehalten, dem Papst gemäß dem Kirchenrecht seinen Rücktritt anzubieten. Erzbischöfe wichtiger Metropolen pflegt das katholische Kirchenoberhaupt jedoch in der Regel noch einige Zeit darüber hinaus im Amt zu lassen. Von 2007 bis 2010 war George Vorsitzender der nordamerikanischen Bischofskonferenz. In seine Amtszeit fiel eine weitere Welle der Missbrauchsskandale, die die nordamerikanische Kirche erschütterten und viele Diözesen an den Rand der Zahlungsfähigkeit brachten. Auch George wurde mangelhafter Umgang mit sexuellem Missbrauch durch einen Priester vorgeworfen; die Opfervereinigung SNAP forderte 2006 seinen Rücktritt. Mehrfach entschuldigte sich der Kardinal für sein Vorgehen und begrüßte Initiativen zur Aufklärung von Missbrauchsfällen. George wurde am 16. Januar 1937 geboren. Im Alter von 13 Jahren erkrankte er an Kinderlähmung (Polio). Nach dem Besuch einer höheren Schule der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria trat er 1957 dieser Ordensgemeinschaft bei. Nach Studien in Ottawa/Kanada und Washington wurde er 1963 zum Priester geweiht. Als Generalvikar seines Ordens arbeitete George von 1974 bis 1986 in Rom. 1990 wurde er zum Bischof geweiht. Vor seiner Berufung nach Chicago 1997 war er Bischof von Yakima im Bundesstaat Washington (bis 1996) und Erzbischof von Portland in Oregon. 1998 erhob ihn Papst Johannes Paul II. in den Kardinalsstand.

Kardinal Christoph Schönborn wird am 3. Februar vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) das „Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien mit dem Stern“ überreicht bekommen. Die höchste Landesauszeichnung soll dem Erzbischof von Wien und Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz nach Angaben des Rathaus-Pressedienstes bei einer Feier im Wiener Rathaus übergeben werden.

Erich Leitenberger, (Foto: Kathpress/Rupprecht), der frühere Chefredakteur der „Kathpress“ und Pressesprecher der Erzdiözese Wien, ist seit seiner Pensionierung ehrenamtlicher Pressesprecher der Stiftung „Pro Oriente“ in Wien. Er hat nun zusätzlich das Amt eines Pressesprechers des „Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich“ (ÖRKÖ) übernommen.

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat Frank Hoffmann (42) zum Pfarrer der Propsteipfarrei Sankt Joseph in Greifswald ernannt, wie das Erzbistum Berlin am Freitag bekannt gab. Am 3. März wird er als Nachfolger von Propst Michael Pietrus eingeführt, der im November 2010 starb. Bislang ist Hoffmann Pfarrer der katholischen Gemeinde im brandenburgischen Michendorf. Hoffmann wurde 1969 in Oberhausen geboren. Unter anderem war er Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und ist Diözesankurat der katholischen Pfadfinder. In Vorpommern leben über 13 000 Katholiken. Die Region gehört zum Erzbistum Berlin mit insgesamt 393 000 Katholiken.

Dem Auftrag des 6. Generalkapitels entsprechend hat die Generalleitung des internationalen Säkularinstituts der Schönstätter Marienschwestern Pfarrer Bernd Biberger, Mitglied des Schönstatt-Instituts der Diözesanpriester, als Generaldirektor ernannt. Biberger ist Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Deutschland und wurde von Bischof Gebhard Fürst für diese Aufgabe freigestellt. Nach seiner Priesterweihe 1993 und einer Tätigkeit als Vikar in Stuttgart und Kirchheim folgten ein Promotions- und Habilitationsstudium in Tübingen und Bonn. Derzeit ist Biberger Privatdozent in Lantershofen und Bonn und im Pfarrverband Bad Honnef tätig.

Norbert Wolff (49), Kirchenhistoriker an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Bosco in Benediktbeuern, wird stellvertretender Leiter des Istituto Storico Salesiano in Rom. Der Salesianerpater übernimmt die neue Funktion von 2012 bis 2015 unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben, wie die Hochschule am Freitag in Benediktbeuern mitteilte. Das historische Forschungsinstitut wurde wegen des Jubiläumsjahres 2015, in dem sich der Todestag des Ordensgründers Johannes Don Bosco zum 200. Mal jährt, verstärkt, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Der Einrichtung gehören damit drei hauptamtliche Mitglieder an, die ihren Sitz im salesianischen Generalat in Rom haben. Dazu kommen sieben nebenamtliche, zu denen auch Norbert Wolff zählt. Neuer Leiter ist der spanische Professor, Pater Jose Manuel Prellezo. Geplant ist die Herausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift „Ricerche Storiche Salesiane“, die Veröffentlichung wichtiger Quellen zur Ordensgeschichte, die Vorbereitung des Don-Bosco-Jubiläums und die Organisation wissenschaftlicher Kongresse.