Paris: Bischöfe kritisieren Abtreibungskampagne

Paris (DT/KNA) Die katholischen Bischöfe im Großraum Paris haben eine Kampagne zum „Recht auf Abtreibung“ von Familienplanungsorganisationen kritisiert. Jeder Schwangerschaftsabbruch sei ein Scheitern für Frauen, Paare und Gesellschaft, heißt es in einer am Dienstag in Paris veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme. Deswegen sei es unverantwortlich, Abtreibung als einen Fortschritt zu begreifen. Nötig sei vielmehr, Lösungen aufzuzeigen, die das Leben und die Würde der Frauen schützten. Seit Freitag hängen im Großraum Paris Plakate der französischen Bewegung für Familienplanung. Sie kritisiert die Lage von Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen möchten. Die Gesetze würden nicht korrekt angewandt, und Frauen müssten in zahlreichen Regionen Frankreichs fürchten, nicht rechtzeitig einen Termin für eine Abtreibung zu erhalten. Tausende ließen deshalb einen Schwangerschaftsabbruch im Ausland vornehmen.

Auch die katholische Kirche Madagaskars warnte vor einer Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Entsprechende Gesetzespläne könne die Kirche nicht unterstützen, weil der Mensch nicht über das Leben verfügen dürfe, sagte Erzbischof Odon Razanakolona von Antananarivo laut örtlichen Medienberichten vom Dienstag. Die Regierung wollte das Gesetzesvorhaben weder bestätigen noch dementieren. Abtreibung kann auf Madagaskar mit Haftstrafen und Geldbußen geahndet werden.