Papst warnt vor Bürgerkrieg in Kenia

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat ein sofortiges Ende des „brudermörderischen Konflikts“ in Kenia gefordert. In einem am Samstag vom Vatikan veröffentlichten Brief an die kenianische Bischofskonferenz appellierte er an die politischen Führer, „entschieden auf den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens zurückzukehren“. Kenia müsse schnellstmöglich die Gefahr eines ethnischen Kriegs bannen. Benedikt XVI. stellte sich ausdrücklich hinter den Friedensappell der kenianischen Bischofskonferenz. In dem Aufruf vom Mittwoch hatten der Episkopats-Vorsitzende Kardinal John Njue und 23 weitere Unterzeichner eine Untersuchung der Betrugsvorwürfe hinsichtlich der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gefordert. Unter anderem diese Vorwürfe haben blutige Unruhen in dem Land ausgelöst. Der Papst verfolge die Vorgänge in Kenia „mit tiefem Schmerz und Sorge“, hieß es in dem von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Schreiben weiter. Benedikt XVI. bete darum, dass die große Tragödie bald ein Ende finde. Der ostafrikanische Staat habe wegen seiner sozialen Ruhe und Entwicklung bislang ein stabilisierendes Element in der ganzen krisengeschüttelten Region dargestellt. Die gegenwärtigen Probleme müssten durch Dialog und eine demokratische Auseinandersetzung gelöst werden, so der Papst.