Papst: Ärzte dürfen unheilbar Kranke nicht alleinlassen

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat an Mediziner und Pfleger appelliert, unheilbar Kranke nicht alleinzulassen. Man dürfe sie auch dann nicht im Stich lassen, wenn keine Heilung mehr absehbar und eine medizinische Besserung nicht mehr zu erwarten sei, sagte das Kirchenoberhaupt am Montag vor den Teilnehmern eines Kongresses italienischer Chirurgen im Vatikan. Auch für diese Patienten könne man viel tun, um ihnen die Leiden zu erleichtern, sie zu begleiten und ihre Lebensqualität zu verbessern. In der heutigen Gesellschaft mit ihrer hohen Technologisierung laufe der Patient leicht Gefahr, zu einer Sache zu werden, so der Papst. Benedikt XVI. hob hervor, man spreche heute mit Recht von einer „Notwendigkeit einer Humanisierung der Medizin“. Man müsse das Verhalten so weiterentwickeln, dass es besser der Würde der kranken Person Rechnung trage. Die Begleitung Schwerkranker habe einen hohen, unabänderlichen Wert, den es zu ehren gelte, unterstrich der Papst. Gefordert sei ein unbedingter Respekt vor jedem einzelnen Leben, vor dem geborenen und dem ungeborenen, vor dem gesunden und kranken, in welcher Situation auch immer es sich befindet.