Österreich: Bischöfe fordern Atomausstieg

Wien (DT/KAP) Zur Vernichtung aller Atomwaffen und zum völligen Ausstieg aus der Atomenergie haben österreichische Bischöfe anlässlich des traditionellen Hiroshima-Gedenkens in Wien aufgerufen. Heuer jähren sich die Abwürfe der Atombomben auf die japanischen Städte von Hiroshima und Nagasaki, bei denen am 6. und 9. August 1945 gut 300 000 Menschen starben, zum 67. Mal. „Atomwaffen sind unakzeptabel und moralisch unerträglich. Sie sind ein Verbrechen, auch durch ihre Androhung und bloße Existenz“, so der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer in einem Grußwort an die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung. Wenn die Errungenschaften der Technik gegen das Leben eingesetzt werden, passiere das aus Mangel an Achtung vor dem Wunder der Schöpfung, erklärte Bischof Scheuer. Technologien, die nicht beherrschbar seien, müssten als „nicht verantwortbar“ bezeichnet werden. Wiens Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, weist in seinem Grußwort auf die nuklearen Katastrophen von Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 hin. Diese hätten gezeigt, „dass auch die friedliche Nutzung der Kernenergie letztlich nicht beherrschbar ist“.