Neuer Nuntius betont Rolle der Menschenrecht e

Erzbischof Nikola Eteroviæ und Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: KNA
Erzbischof Nikola Eteroviæ und Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: KNA

Berlin (DT/Re/KNA) Der neue Apostolische Nuntius in Berlin, Erzbischof Nikola Etero-viæ, hat beim Empfang zur Amtsübernahme in der Nuntiatur in Berlin die zentrale Rolle der Menschenrechte in der Politik hervorgehoben. Das Eintreten für die fundamentalen Rechte, zu denen auch die Religionsfreiheit gehöre, sollte bei allen Staaten, Nationen und internationalen Organisationen Vorrang haben, sagte der Nuntius am Donnerstagabend in Berlin. Die katholische Kirche sei dabei „offen und bereit, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten“. Der Nuntius hatte am Mittwoch mit der Akkreditierung bei Bundespräsident Joachim Gauck sein Amt offiziell angetreten. Nach Einschätzung von Eteroviæ ist mit Papst Franziskus eine „neue Lebendigkeit in die Kirche“ gekommen, die nicht nur religiöse und pastorale Fragen betreffe, sondern auch soziale Themen wie den Frieden, die Gerechtigkeit und die Menschenrechte. Dabei hob er den Einsatz des Heiligen Stuhls für den Frieden in Syrien hervor. Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise erinnerte er daran, dass diese nach den Worten des Papstes ihre Wurzeln „in der ethisch-moralischen“ Frage habe. So müsse auch das Modell eines ständigen Wachstums überdacht und die Person wieder in das Zentrum der Entwicklung gestellt werden. Für die gegenwärtige Welt sollte eine „globale Solidarität“ charakteristisch sein, so der Erzbischof.