Neapel: Kardinal erwägt Analyse der Januariusreliquie

Rom (DT/KNA) Die Blutreliquie von Neapels Stadtpatron Januarius soll möglicherweise bald wissenschaftlich untersucht werden. Entsprechende Pläne von Kardinal Crescenzio Sepe bestätigte ein Sprecher des süditalienischen Erzbistums am Wochenende der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Demnach werde erwogen, eine internationale Expertenkommission aufzustellen, die den Inhalt der von Gläubigen verehrten Blutreliquie analysieren und das Phänomen ihrer regelmäßigen Verflüssigung klären soll. Die im Dom von Neapel aufbewahrte Ampulle soll Blut des heiligen Januarius enthalten, der laut der Überlieferung im Jahr 305 als Bischof den Märtyrertod starb. Die kompakte Masse verflüssigt sich üblicherweise an drei Terminen im Jahr, am Samstag vor dem ersten Maisonntag, am 19. September und am 16. Dezember. Auch am vergangenen Samstag trat die Erscheinung ein. Der Bistumssprecher erklärte, es gebe noch keine konkreten Vorbereitungen und Termine. Sepe habe die neuen Forschungen vor dem Hintergrund angeregt, dass die letzten wissenschaftlichen Arbeiten an der Reliquie bereits im Jahr 1989 stattgefunden hätten.