Meisner warnt Laien vor Klerikalisierung

Köln (DT/KNA) Nach der Kritik von Kardinal Joachim Meisner an einem Papier des Kölner Diözesanrats haben sich beide Seiten zu einem Gespräch getroffen. Bei dem turnusmäßigen Treffen zwischen dem Kölner Erzbischof und dem Diözesanrat-Vorstand wurde über das Papier „Mut zum Handeln“ in „offener Atmosphäre gesprochen“, wie die Vertretung der Laien am Mittwoch in Köln mitteilte. In der Ende vorigen Jahres veröffentlichten Stellungnahme plädieren die Laien unter anderem für eine Aufhebung des Pflichtzölibats und die Einführung des Frauenpriestertums, was auf Widerspruch Meisners gestoßen war. Bei dem Treffen mit dem Diözesanrat-Vorstand am Freitag wiederholte Meisner seine Einwände, wie die Laienvertretung mitteilte. Wie schon bei der Vollversammlung des Diözesanrates Anfang Mai habe er vor einer Klerikalisierung der Laien und deren Einmischung in bischöfliche Belange gewarnt. Zugleich habe der Erzbischof bedauert, dass er in seiner Rede vor der Vollversammlung den Eindruck erweckt habe, er würde das vielfältige Engagement der Christen in Pfarreien, Dekanaten und Verbänden nicht wertschätzen. Meisner habe Anerkennung für die vielfältigen Bemühungen der Laien im Erzbistum in Gesellschaft, Politik und Kirche bekundet.