Marx ruft zur Hilfe für das Heilige Land auf

München (KNA) Der Münchner Kardinal Reinhard Max hat dazu aufgerufen, die Christen im Nahen Osten stärker in den Blickpunkt politischen und kirchlichen Engagements zu stellen. Vielleicht seien sie noch nie so sehr bedrängt wie in diesen Jahren, sagte Marx am Sonntag beim Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom. Dieser bildete den Abschluss der dreitägigen Investiturfeiern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihm gehört Marx als Großprior der Deutschen Statthalterei an. Auftrag aller Christen, besonders des Ritterordens, aber auch der Politik in Europa sei es, darauf zu achten, dass die Christen im Nahen Osten nicht marginalisiert würden, unterstrich der Kardinal. Er erinnerte daran, dass schon viele den Irak verlassen hätten und dies in Syrien möglicherweise bevorstehe. Zugleich plädierte Marx für die Neuevangelisierung. Evangelisierung sei nicht einfach religiöse Propaganda, sondern bedeute: „überzeugendes Leben, nicht Reden, sondern Handeln“. Evangelisierung müsse die Welt verwandeln, die Armen, Kranken und Schwachen in die Mitte der Kirche rücken. Marx hatte am Samstag bei einem Gottesdienst in der Michaelskirche in München 37 Kandidaten in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. Er rief die neuen Ordensmitglieder auf, ein Zeugnis für die Botschaft Jesu Christi abzulegen, „das die ganze Welt in den Blick nimmt“. Wie alle Gläubigen seien sie aufgefordert, sich mutig der Welt und besonders Europa zuzuwenden und „geistige Auseinandersetzungen“ tolerant anzunehmen: „Denn wir können uns Europa nicht vorstellen ohne die Verkündigung, ohne die Wirkkraft, ohne das Zeugnis des Evangeliums.“