„Marienverehrung führt zu Gotteslob“

Der steirische Gnadenort Mariazell gedenkt des Papstbesuchs vor einem Jahr

Mariazell (DT/KAP) Grüße des Heiligen Vaters überbrachte der Sekretär des Päpstlichen Laien-Rates, Bischof Josef Clemens, am Montag in Mariazell beim feierlichen Gottesdienst zum Fest Mariä Geburt. Dabei wurde des ersten Jahrestages der Pilgerfahrt des Papstes zum 850-Jahr-Jubiläum des steirischen Marienheiligtums gedacht. Bischof Clemens, der mit dem steirischen Diözesanbischof Egon Kapellari den Festgottesdienst konzelebrierte, sagte: „Der Papst hat mir einen bis an den Rand gefüllten Korb mit seinen besonderen Segenswünschen mit auf die Reise gegeben. Er erinnert sich – trotz des regnerischen Wetters – gerne an seine Pilgerfahrt nach Mariazell und übermittelt allen seine besten Segenswünsche.“

Clemens erinnerte daran, dass sich über die ganze Erde „ein Netz von Stätten der Marienverehrung“ spannt. Hier reihe sich auch Mariazell ein. Auch für dem christlichen Glauben fernstehende Menschen sei es kaum möglich, dem Namen und der Gestalt Mariens nicht zu begegnen. Zu erklären sei das nur auf Grund der einzigartigen Stellung Mariens in der Heilsgeschichte als Mutter des Erlösers. Maria stehe für die „qualifizierteste Antwort des Menschen an der großen Wende der Geschichte, in der Gott Mensch geworden ist“. Marienverehrung führe zum Gotteslob hin, wie es Maria „vorgelebt und vorgezeigt“ hat. Darum seien die Reserven verschiedener christlicher Gemeinschaften gegenüber der Marienverehrung schwer verständlich.

Der Bischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, erinnerte daran, dass sich vor einem Jahr „fast 40 000 wetterfeste Christen mit dem Papst in ihrer Mitte“ vor der Basilika von Mariazell versammelt hatten: „Wir erinnern uns besonders auch an die kostbaren Worte, die der Papst in Mariazell kristallklar und herzbewegend gesagt hat in Ausdeutung des Leitworts seiner Apostolischen Reise, ,Auf Christus schauen‘.“ Die Botschaft des Papstes habe sich „im Denken, Fühlen und Wollen vieler Christen“ verankert und wirke weiter wie der Sauerteig, von dem Christus im Gleichnis spreche. Bischof Kapellari begrüßte Bischof Joseph Clemens, der „durch viele Jahre als Sekretär von Kardinal Ratzinger ein bewährter Helfer des künftigen Papstes“ war, und den langjährigen Präsidenten des Österreichischen Bundesrates, Herbert Schambeck, einen „getreuen Helfer der Kirche in Österreich, Rom und weltweit“. Noch als Kardinal habe der spätere Papst auf Vermittlung von Professor Schambeck im Rahmen der internationalen Wallfahrt der Notare im Oktober 2004 Mariazell ein erstes Mal besucht.