Marienerscheinungen in Frankreich anerkannt

Paris (DT/KNA) Erstmals seit 146 Jahren hat in Frankreich ein zuständiger Bischof Marienerscheinungen offiziell als übernatürlich anerkannt. Bischof Jean-Michel di Falco von Gap und Embrun veröffentlichte das entsprechende Dekret am Sonntag bei einem feierlichen Gottesdienst, der auch vom französischen Fernsehen übertragen wurde. Nach der Überlieferung erschien die Gottesmutter 1664 in einem kleinen Bergdorf der damals 17 Jahre alten Schäferin Benoite Rencurel. Die Erscheinungen wiederholten sich demnach über 54 Jahre hinweg. Rencurel starb 1718 im Alter von 71 Jahren. Der Wallfahrtsort Notre-Dame-du-Laus in den ostfranzösischen Alpen wird seither von zahlreichen Pilgern besucht. Di Falco schreibt in dem Dekret, den Wallfahrern seien seither zahlreiche Früchte der göttlichen Gnade zuteilgeworden. Er lud die Gläubigen ein, auch weiter das Heiligtum zu besuchen. Zuletzt waren in Frankreich 1862 die Marienerscheinungen der Bernadette Soubirous im südwestfranzösischen Lourdes kirchlich anerkannt worden. Der Wallfahrtsort feiert in diesem Jahr den 150. Jahrestag der ersten Erscheinungen.