Keine Kirchensteuermittel für Uni Witten/Herdecke

Bonn (DT/KNA) Katholische Bistümer wollen sich nicht direkt finanziell für die Universität Witten/Herdecke (UWH) engagieren. Zu keinem Zeitpunkt sei vorgesehen gewesen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene erste deutsche Privatuniversität aus Kirchensteuermitteln zu unterstützen, teilten die Diözesen Essen, Rottenburg-Stuttgart und Paderborn mit. Die drei Bistümer waren mit entsprechenden Plänen in Verbindung gebracht worden. Die „Financial Times Deutschland“ hatte am Freitag gemeldet, die katholische Kirche werde sich mit „mindestens 5 Millionen Euro, womöglich sogar 9 Millionen Euro“ an der Rettung der Uni beteiligen. Daneben gebe es weitere Partner. Im Gespräch ist laut dem Bistum Rottenburg-Stuttgart eine „strategische Partnerschaft“. Verhandlungsgegenstand ist demnach ein durch die Bistümer zu besetzender Stiftungslehrstuhl für Ethik. Verhandlungen seien im Gange, das Ergebnis offen. Das Bistum Essen und das Erzbistum Paderborn widersprachen unterdessen Überlegungen zu einer strategischen Partnerschaft zwischen Diözesen und Universität.