Kardinal Meisner kritisiert Genderideologie

Köln (DT/pd) Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat am Sonntag in seiner Predigt zum Fest der Taufe des Herrn vor „Allmachtsphantasien“ in Zusammenhang mit den Möglichkeiten der Wissenschaft und der modernen Technik gewarnt. Das Gender-Denken trachte danach, die schöpfungsgemäße Polarität von Mann und Frau aufzuheben, erklärte der Kardinal. Damit falle dann auch zwangsläufig die Familie weg. Wörtlich sagte der Kölner Erzbischof: „Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren.“ Der Mensch solle danach streben, im geschöpflichen Rahmen Gott gleich zu sein. Wo er dies aber ohne Gott oder gar gegen ihn versuche, da bilde er die göttliche Wesenheit nicht ab, sondern er zerstöre sie. So verliere der Mensch die Würde, die ihm als Ebenbild Gottes nach dem Willen des Schöpfers zukomme. Die gottgemäße Einheit der Menschen, so der Kardinal, vor allem die in der Familie, sei keine äußere Zutat, sondern wurzele im Wesen des Menschen selbst: Sie entspringe der Natur des dreifaltigen Gottes. „Wo das nicht mehr gilt, dort zerfällt auch die menschliche Kultur, die geprägt ist von der Verschiedenheit der Menschen und von seiner Verwandtschaft mit Gott“, sagte Meisner. Die Taufgnade helfe den Christen dabei, ihr Wesen als Frauen und Männer ohne ideologische Verzerrungen frei zu entfalten.