Kardinal Marx bildet sein „Kabinett“ um

München (DT/KNA) Im Erzbistum München-Freising gibt es eine umfassende „Kabinettsreform“. Die bisher fünfzehn Referate im Ordinariat werden zu sieben Ressorts zusammengefasst. Generalvikar Peter Beer benannte am Dienstag deren Leiter. Die neue Chefetage ist weiblicher, jünger und mehrheitlich mit Laien besetzt. Unter den künftigen Verantwortlichen ist die älteste 57, die jüngste 39 Jahre alt. Außerdem wird die Führungsriege stärker vom Domkapitel entkoppelt. Mit der Konzentration soll die Informationsweitergabe beschleunigt und Verantwortung klarer als bisher verortet werden, so Beer. Kardinal Reinhard Marx hatte die Strukturreform vor knapp zwei Jahren initiiert. Während der Ausgestaltungsphase in den einzelnen Ressorts, für die ein Jahr veranschlagt wird, soll der Betrieb unter den bisher Verantwortlichen weiterlaufen. Völlig neu geschaffen wurde das Ressort Grundsatzfragen mit der promovierten Schulseelsorgerin Gabriele Rüttiger (57) an der Spitze. In ihre Zuständigkeit fallen theologische Fragestellungen, eine pastorale Denkwerkstatt sowie Qualitätssicherung und strategische Entwicklung. Referate wie Ökumene und Interreligiöser Dialog, Liturgie oder Kunst gehen in größeren Einheiten auf. Beim Zuschnitt der Ressorts wurden Aufgaben neu verteilt. So ist Sandra Krump (39), bisher Abteilungsleiterin im Schulreferat, für schulische und außerschulische Bildung zuständig. Dazu kommen die Kindertagesstätten, die bisher bei Ordinariatsrätin Elke Hümmeler (53) angesiedelt waren. Die bisherige Caritasreferentin kümmert sich zusätzlich um Beratungsstellen. Der Chef des Referats Kirchenrecht, Stefan Korta (40), übernimmt die Verantwortung für Kommunikation, Dokumentation und Technische Dienste im Ressort Zentrale Funktionen.